Als erste Genossenschaft muss die Baugenossenschaft Limmattal (GBL) ihre Vorschriften verschärfen. Gemäss der neuen Vorschrift soll in der Regel die Personenzahl «die Anzahl Zimmer höchstens um 1 unterschreiten». Ausserdem dürfen Wohnungen nicht als Zweitwohnsitz oder an Wochenaufenthalter vermietet werden.

Die im März vom Gemeinderat beschlossenen Regelungen gelten neu für Mietverhältnisse, die nach Abschluss der Baurechtsverlängerung eingegangen wurden - und zwar während der ganzen Mietdauer und nicht nur beim Abschluss des Mietvertrages, wie der Stadtrat am Mittwoch mitteilte. Die Baurechtsnehmerin muss ihre Mietverträge entsprechend abfassen und dem städtischen Büro für Wohnbauförderung jährlich Bericht erstatten.

GBL muss Belegungsvorschriften verschärfen

Der Stadtrat hat in der Zwischenzeit zwei Baurechtsverträge unter dem neuen Regime verlängert. Baurechtsnehmerin ist die Gemeinnützige Baugenossenschaft Limmattal (GBL). Die Baurechtsverlängerungen gelten für die Überbauungen Letzigraben 195/197/199 und Fellenbergstrasse 184/186/188 in Albisrieden.

Laut Stadtrat muss die GBL für künftige Mietverhältnisse die Belegungsvorschriften in diesen Liegenschaften verschärfen. Heute gilt gemäss ihrem Vermietungsreglement «Zimmerzahl minus 2 gleich Anzahl Personen».

Die Stadt Zürich gibt seit den 1950er Jahren ihr Land in der Regel im Baurecht ab; zuvor waren Verkäufe an Baugenossenschaften und andere gemeinnützige Organisationen üblich. Ende 2013 bestanden insgesamt 207 Baurechtsverträge, 105 davon mit gemeinnützigen Bauträgern.

Die Nutzungsdauer beträgt in den meisten Fällen 60 Jahre. Seit 2007 räumt die Stadt den Bauträgern die Möglichkeit ein, den Vertrag um zwei Mal 15 Jahre zu verlängern. Im März entschied der Gemeinderat, dass auch Baurechtsverträge um eine solche Option ergänzt werden sollen, die vor 2007 abgeschlossen wurden. Dahinter steht die Idee, den Bestand an gemeinnützigen Wohnungen für weitere Generationen zu sichern.