Zürich
Baugenossenschaft Letten: Mehreren Mitarbeitern wird vorgeworfen, Geld veruntreut zu haben

Eine externe Prüfstelle soll die Vorwürfe abklären. Präsident Ruedi Thoma ist bereit, sämtliche rechtliche Schritte einzuleiten, falls sich der Verdacht erhärtet.

Merken
Drucken
Teilen
Die Baugenossenschaft Letten wurde 1922 gegründet und verfügt heute über mehr als 600 Wohnungen in der Stadt Zürich.

Die Baugenossenschaft Letten wurde 1922 gegründet und verfügt heute über mehr als 600 Wohnungen in der Stadt Zürich.

zvg

Mehrere Mitarbeiter, wie auch ein ehemaliges Vorstandsmitglied der Zürcher Baugenossenschaft Letten haben laut Vorwürfen über Jahre hinweg Gelder abgezweigt. Dies berichtet die «NZZ» am Dienstag. Der Präsident der Baugenossenschaft meint, dass der mögliche Schaden beträchtlich sei, sich aber noch nicht genau beziffern liessen. «Es geht nicht um Peanuts, die Baugenossenschaft gerät dadurch aber nicht in eine existenzielle Krise.» Weiter äussert er sich wie folgt zu den Vorwürfen: «Der Verdacht steht im Raum, dass die involvierten Personen Gelder zu ihrem eigenen finanziellen Vorteil missbraucht haben.» Im Moment könne er keine weiteren Details nennen.

Für ihn sicher ist, dass der Vorstand die entsprechenden rechtlichen Schritte einleiten wird, falls sich der Verdacht erhärtet. Vorläufig gilt allerdings die Unschuldsvermutung für sämtliche Beteiligten. In der Zwischenzeit werden die Vorwürfe von einer auswärtigen Stelle detailgenau überprüft. Dementsprechend wird vorläufig auch auf eine Strafanzeige verzichtet.

Die Vorwürfe wurden von verschiedenen Personen innerhalb der Baugenossenschaft offenbart. Vor einigen Tagen wandten sie sich mit einem Bericht zu Fehlverhalten verschiedener Mitglieder, wie auch mit Dokumenten, welche Hinweise auf mutmassliche Unregelmässigkeiten enthalten, an Thoma und die Vorstandsmitglieder.

Die Baugenossenschaft suspendierte die involvierten Mitglieder am Montagvormittag unmittelbar. Sämtliche anderen Mitarbeiter wurden am gleichen Tag über die Geschehnisse informiert, ebenso die Genossenschaftler. Nachdem die externe Prüfstelle die Vorwürfe untersuchen wird, sollen Mitte Dezember die ersten Ergebnisse vorliegen. Ferner sind zwei langjährige Vorstandsmitglieder wegen des Vorfalls in den Ausstand getreten, um die Unabhängigkeit der Untersuchung zu gewährleisten.