Wasserdiebstahl
Baufirmen der Zürcher Goldküste zapfen illegal Hydranten an

Im diesjährigen Hitzesommer ist der Wasserbedarf besonders hoch. Da wird schon mal gern der öffentliche Hydrant angezapft. Dass dies jedoch ausgerechnet an der Zürcher Goldküste passiert, wo es weder an Geld noch an Wasser fehlt, stimmt nachdenklich.

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Einen Hydranten ohne Fachwissen zu bedienen, kann schwere Folgen haben.

Einen Hydranten ohne Fachwissen zu bedienen, kann schwere Folgen haben.

Keystone

Die Werke am Zürichsee würden diesen Sommer gemäss «Zürichsee-Zeitung» aussergewöhnlich viele Fälle von illegalem Wasserbezug aus Hydranten feststellen. Bevor sie jedoch Strafanzeige erstatten, machen sie in Inseraten darauf aufmerksam, dass dies verboten ist.

In den Inseraten machen die Wasserwerke darauf aufmerksam, dass die unbewilligte Anzapfung von Hydranten strafbar ist.
Für die Werke steht dabei nicht der finanzielle Aspekt an erster Stelle, sondern die Sicherheit. Würde bei einer unsachgemässen Bedienung das Ventil schlagartig zugedreht, kann dies zu einem Wasserschlag führen, der einen Rohrbruch auslöst.

Im Verdacht der unerlaubten Wasserentnahme stehen Baufirmen. Diese würden anscheinend den Aufwand scheuen, die nötigen Bewilligungen zu beantragen. In der Vergangenheit kam es gar vor, dass Mitarbeiter der Wasserwerke schikaniert wurden, wenn sie fehlbare Firmen auf die korrekte Handhabung aufmerksam machten. Deshalb will man mittels der Inseratkampagne zuerst aufklären, bevor man zu härteren Mitteln greift.