In Zukunft soll es möglich sein, auch in von Fluglärm betroffenen Gebieten Bauzonen auszuscheiden, neue Gebäude zu errichten oder bestehende um- und auszubauen. Dies sieht eine Revision der Lärmschutzverordnung vor, die bis Ende Mai in der Anhörung ist.

Mit der Verordnungsänderung würden vorab Gemeinden um den Flughafen Zürich die Möglichkeit erhalten, bestehende Siedlungsgebiete zu verdichten, wie das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) am Dienstag mitteilte.

Weil beim Bau von Wohngebäuden sowie beim Ausscheiden oder Erschliessen von Bauzonen Grenzwerte zum Lärmschutz eingehalten werden müssen, können derzeit grosse Gebiete um den Flughafen Zürich nicht eingezont oder erschlossen werden, obwohl dort eine grosse Nachfrage nach Wohnraum herrscht.

Neu soll es möglich sein, auch dort zu bauen, wo tagsüber die Grenzwerte eingehalten werden, der Fluglärm zwischen 22 Uhr und 24 Uhr die dann strengeren Grenzwerte jedoch übersteigt.

Es müssen allerdings einige Bedingungen erfüllt sein: Zum einen darf auf dem entsprechenden Flugplatz zwischen Mitternacht und 6 Uhr kein Flugbetrieb herrschen. Dies ist am Flughafen Zürich der Fall. Zum anderen gelten bestimmte Bauvorschriften.

"Lärmempfindliche Räume" müssen gegen Aussen- und Innenlärm geschützt und angemessen belüftet und gekühlt werden können, wie es in der Mitteilung heisst. Ausserdem müssen sich die Fenster in den Schlafräumen automatisch öffnen und schliessen, je nach Flugbetrieb.