Üetliberg
Baudirektor Kägi: «Die Bauten sind illegal. Punkt»

Der Zürcher Baudirektor Markus Kägi will das laufende Verfahren rund um die Üetliberg-Bauten beschleunigen. Die Entscheidung, ob die Bauten abgerissen werden müssen, liege nicht beim Kanton. Das müsse die Standortgemeinde Stallikon beschliessen.

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Markus Kägi, SVP-Regierungsrat und Baudirektor des Kantons Zürich

Markus Kägi, SVP-Regierungsrat und Baudirektor des Kantons Zürich

Keystone

«Aktuell stellt sich die Frage, ob es verhältnismässig ist, dass Giusep Fry jetzt abreissen und nachher wieder aufbauen muss», sagte Kägi gegenüber dem «Tages-Anzeiger». Dies sei jedoch nicht Aufgabe des Kantons. Die Gemeinde Stallikon müsse diesbezüglich entscheiden. Für Kägi steht jedoch fest: «Die Bauten sind illegal. Punkt.»

Die Baudirektion wolle nun auf dem Üetliberg eine Ordnung schaffen, welche die unterschiedlichen Nutzungsansprüche regelt, so Kägi. Sie erarbeite voraussichtlich bis im Sommer einen Gestaltungsplan und einen Nutzungsvertrag, in denen die Bauten nachträglich legalisiert werden.

Dass der Eigentümer des Uto Kulm, Giusep Fry, weiter mit den illegalen Bauten Geschäfte machen kann, stört den Baudirektor «vom Empfinden her».

Abbruch drängt sich nicht auf

Im letzten Sommer wurde der Richtplan des Uto Kulm abgeändert: Die Bauten auf dem Berg liegen in eine Erholungszone, und nicht mehr länger in einer Landwirtschaftszone. Deshalb werden auf dem Üetliberg auch andere Nutzungen zugelassen.

Ein Abbruch der Bauten drängt sich vordergründig nicht mehr auf, auch wenn das Bundesgericht keine nachträgliche Baubewilligung erteilen will. (lds)