Asylunterkunft
Baubewilligung für Asylunterkunft in Zürich-Seebach liegt vor

Für die umstrittene temporäre Wohnsiedlung für Asylsuchende in Zürich-Seebach liegt die Baubewilligung vor. Mit dem Bau wird im Frühling 2016 begonnen, im Sommer können voraussichtlich die ersten Bewohnerinnen und Bewohner einziehen.

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Im Seebach soll eine Containersiedlung ähnlich dieser in Leutschenbach entstehen.

Im Seebach soll eine Containersiedlung ähnlich dieser in Leutschenbach entstehen.

Chris Iseli

Für die umstrittene temporäre Wohnsiedlung für Asylsuchende in Zürich-Seebach liegt die Baubewilligung vor. Mit dem Bau wird im Frühling 2016 begonnen, im Sommer können voraussichtlich die ersten Bewohnerinnen und Bewohner einziehen.

Vor drei Jahren hatte die Asyl-Organisation Zürich (AOZ) darüber informiert, dass auf dem städtischen Areal Zihlacker an der Frohbühlstrasse in Zürich-Seebach eine Container-Siedlung erstellt werden soll. Daraufhin kam es zu heftigen Protesten der Quartierbevölkerung. Auch das Bundesgericht befasste sich mit der Siedlung.

Nun liegt die rechtsgültige Baubewilligung vor, wie die AOZ am Mittwoch mitteilte. Die Siedlung Zihlacker bietet Wohnraum für 120 Asylsuchende sowie vorläufig aufgenommene Einzelpersonen und Familien. Die Container-Siedlung soll zehn Jahre lang genutzt werden.

Die erwerbsfähigen Erwachsenen unter ihnen gehen tagsüber einer geregelten Beschäftigung nach, wie es in der Mitteilung heisst. Die schulpflichtigen Kinder besuchen Kindergarten oder öffentliche Schule.

Die Öffentlichkeit kann die neue Anlage an einem Tag der offenen Tür besichtigen. Anwohnerinnen und Anwohner sowie weitere interessierte Kreise haben die Möglichkeit, in einer Begleitgruppe mitzuwirken. Diese thematisiere die Einbindung der Wohnsiedlung ins Quartier, heisst es weiter. Ähnliche Siedlungen gibt es bereits in Leutschenbach und in Altstetten.