Zollfreilager

Baubeginn für eines der grössten Wohnbauprojekte in Zürich

2016 sollen die Wohnungen bezugsbereit sein.

2016 sollen die Wohnungen bezugsbereit sein.

Die Arbeiten für eines der grössten Wohnbauprojekte in der Stadt Zürich haben gestern offiziell begonnen: Auf dem über 70000 Quadratmeter grossen Areal des ehemaligen Zollfreilagers entstehen Wohnungen für 2000 Menschen.

Das Projekt der Immobilienfirma Zürcher Freilager AG, das neben rund 800 Mietwohnungen und 200 Studentenzimmern auch Räume für kleinere Gewerbebetriebe, Kinderbetreuung und gastronomische Angebote vorsieht, soll bis 2016 realisiert sein. Die Kosten belaufen sich auf rund eine halbe Milliarde Franken, wie es bei einem Anlass zum Baustart hiess.

Das Areal ist in Teilgebiete unterteilt, für die verschiedene Architektenteams zuständig sind. Die Bauten aus den 1920er-Jahren, der Gründerzeit des Zollfreilagers, bleiben bestehen. Sie werden saniert, aufgestockt und neu als Wohnraum genutzt. Zehn Gebäude sind Neubauten.

Viel Grünfläche und wenig CO2

Der Nachhaltigkeit werde grosse Bedeutung beigemessen, sagte Jean-Claude Maissen, CEO der Zürcher Freilager AG. Die urbane Überbauung sei sorgfältig in die bestehenden Quartierstrukturen integriert. Zudem seien grosszügige Grün- und Freiflächen geplant.

Die Wärmeerzeugung sei CO2-neutral und das Areal sei gut an den öffentlichen Verkehr angebunden. CO2 eingespart werde auch dadurch, dass das Abbruch- und Aushubmaterial auf dem Schienenweg abtransportiert werde. Alle Gebäude werden gemäss Maissen im Minergie-Eco- oder Minergie-P-Eco-Standard erstellt. Damit würden die Anforderungen an die Vision der 2000-Watt-Gesellschaft erfüllt.

Guter Mieter-Mix

Da sich die zweieinhalb bis fünfeinhalb Zimmer grossen Wohnungen durch eine Vielfalt an Typologien und Grundrissen auszeichneten, werde mit einer gut durchmischten Mieterschaft gerechnet. 2015 soll die Vermarktung starten.

2008 hatte die Zürcher Stimmbevölkerung mit der Zustimmung zur Umzonung den Weg zu dem Grossprojekt geebnet. 2010 genehmigte der Stadtrat den Gestaltungsplan. Ende August 2012 wurden die Baubewilligungen dann rechtskräftig.

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