Der grüne Nationalrat Bastien Girod stellt sich nicht als Kandidat für die Regierungsratswahl 2019 zur Verfügung – noch nicht.

Er wurde als der ideale Kandidat der Grünen gehandelt für die Zürcher Regierungsratswahlen vom 24. März 2019. Nun gibt Nationalrat Bastien Girod seiner Partei aber eine Absage. Auf seinem Blog macht er publik, dass er zwar gerne in den Wahlkampf steigen würde, aber nicht zum jetzigen Zeitpunkt.

Aus zwei Gründen könne er sich derzeit keine Kandidatur vorstellen. Einerseits wolle er sich auf seine beruflichen Herausforderungen konzentrieren. Kürzlich hat der 37-Jährige eine neue Stelle bei einem ETH-Start-up angetreten. Zudem wurde er zum Präsidenten des Wirtschaftsverbandes für Abfallverwerter gewählt. Vor Kurzem sagte Girod allerdings gegenüber dieser Zeitung noch, dass sein berufliches Engagement kein Hinderungsgrund sei für eine Kandidatur.

Girod lässt Türchen offen

Andererseits, schreibt er am Donnerstag auf dem Blog, könne er derzeit auf nationaler Ebene einen grösseren Beitrag leisten als bei einer allfälligen Wahl in den Regierungsrat.

Girod kandidierte 2015 vergeblich als Ständerat – nachdem er zuerst auf eine Kandidatur verzichten wollte. Im vergangenen Jahr liebäugelte er mit einem Zürcher Stadtratssitz, unterlag aber in der parteiinternen Ausmarchung Karin Rykart, die gewählt wurde. Ein Türchen zu einem Exekutivamt lässt Girod trotz Absage noch offen. Er schreibt: «Deshalb bin ich zum Schluss gekommen, dass ich mich (noch) nicht zur Verfügung stelle.»