Strassenprostitution
Barriere schränkt Freierverkehr an Zähringerstrasse ein

Eine bediente Barriere an der Zähringerstrasse und Absperrpfosten an der Häringstrasse sollen ab dem 1. November die Anwohner und das Gewerbe vor den Folgen der Strassenprostitution schützen. Die Barriere bleibt von 19-4 Uhr für Unberechtigte unten.

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Die Häringstrasse im Niederdorf: Hier ist auch Strassenprostitution erlaubt.

Die Häringstrasse im Niederdorf: Hier ist auch Strassenprostitution erlaubt.

KEYSTONE/Alessandro Della Bella

Mit Barriere und Absperrpfosten würde das Nachtfahrverbot in der Strichzone Niederdorf durchgesetzt, teilte das Stadtzürcher Polizeidepartement am Dienstag mit.

Zudem würden die Bevölkerung und das Gewerbe im Quartier vor dem intensiven Durchgangsverkehr und den negativen Auswirkungen der Prostitution (Freier- und Gafferverkehr) besser geschützt. Bei dem Projekt handelt sich um einen dreijährigen Versuch, der aufgrund der Entwicklung und der Erfahrungen angepasst werden kann.

Das Projekt in der Nähe des Centrals verursacht einmalige Kosten von rund 53'000 Franken. Der Betrieb der Barriere durch die Securitas kostet monatlich 20'000 Franken.

Eine zeitliche Beschränkung der Strassenprostitution im Niederdorf wird der Stadtrat auf den Zeitpunkt ausschreiben, auf den der Strichplatz mit den Sexboxen am Depotweg in Betrieb genommen werden kann.

Im Mai hat der Gemeinderat ein Postulat an den Stadtrat überwiesen, das verlangt, dass Strassenprostituierte im Bereich Zähringerstrasse/Häringstrasse nur noch zwischen 22 Uhr und 2 Uhr ihren Beruf ausüben dürfen. Seit dem 19. Jahrhundert werben an der Ecke Zähringerstrasse/Häringstrasse Prostituierte um Kunden.