Bankenwesen
Kanton Zürich stimmt der Verteilung der ZKB-Jubiläumsdividende zu

Der Kantonsrat entschied sich nun für die Verteilung des Jubiläumsgeschenk der Zürcher Kantonalbank über 100 Millionen Franken. Eine Hälfte des Betrages soll die Corona-Folgen abfedern, die andere Hälfte durch künftige Projekt der Bevölkerung dienen.

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Die Sonderdividende über 200 Millionen Franken an den Kanton Zürich gewährte die ZKB 2020 aufgrund ihres 150-jährigen Bestehens. (Archivbild)

Die Sonderdividende über 200 Millionen Franken an den Kanton Zürich gewährte die ZKB 2020 aufgrund ihres 150-jährigen Bestehens. (Archivbild)

Walter Bieri

Das Jubiläumsjahr 2020 der Zürcher Kantonalbank (ZKB) ist längst vorbei, die meisten geplanten Jubiläumsaktivitäten sind der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen. Nun steht auch fest, was der Kanton mit dem erhaltenen Jubiläumsgeschenk macht. Der Kantonsrat hat der Verteilung der Jubiläumsdividende von 100 Millionen Franken zugestimmt.

Mit 166 Stimmen hat die Vorlage die Hürde der Ausgabenbremse (90 Stimmen) problemlos gemeistert. Opposition gegen die Verteilung des ZKB-Jubiläumsgelds gab es keine mehr - ein letztes Mal darüber geredet wurde trotzdem.

«Mit diesem Geschenk ist es ein bisschen wie mit dem Erben», sagte Markus Bischoff (AL, Zürich). Wenn plötzlich viel Geld ins Spiel komme, sehe man, wie eine Familie funktioniere, und ob man sich einigen könne. Auch Finanzdirektor Ernst Stocker (SVP) sprach von «Knochenarbeit», die nötig gewesen sei, um eine mehrheitsfähige Verteilung zu erreichen.

Sonderdividende wird teils zur Abfederung der Corona-Folgen verwendet

Rund die Hälfte des Geldes wird nun für verschiedene Massnahmen zur Abfederung der Folgen der Corona-Pandemie verwendet. Die andere Hälfte soll in Projekte fliessen, die der Bevölkerung zugute kommen. Vorgesehen ist etwa, den Zugang zu den Zürcher Fliessgewässern zu verbessern.

Die ZKB feierte 2020 ihr 150-jähriges Bestehen. Aus diesem Grund schüttete sie eine Sonderdividende von 150 Millionen Franken aus. Die Gemeinden erhielten 50 Millionen Franken, der Kanton 100 Millionen Franken. (sda)

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