Politische Teilnahme

Babysitter während der Gemeindeversammlung in Fehraltorf

Babysitter während der Gemeindeversammlung in Fehraltorf. (Symbolbild)

Babysitter während der Gemeindeversammlung in Fehraltorf. (Symbolbild)

Viele Gemeinden kämpfen mit schwachen Beteiligungen an Gemeindeversammlungen. Fehraltorf will dies nicht einfach hinnehmen. Um die Teilnehmerzahl zu erhöhen, wird unter anderem auch dieses Jahr ein Babysitterdienst während der Versammlung angeboten.

Die Gemeindeversammlungen in Fehraltorf werden durchschnittlich von 70 bis 120 Stimmberechtigten besucht.

Das entspricht gerade mal ein bis drei Prozent der Stimmberechtigten, wie die Gemeinde in einer Mitteilung vom Montag schreibt.

Um dies zu ändern, hatten Anfang 2015 die Lernenden der Gemeindeverwaltung den Auftrag gefasst, sich konkrete Massnahmen auszudenken, damit eine bessere Beteiligung erreicht werden kann.

Mindestens 20 Stimmberechtigte mehr und davon mindestens zehn unter 40-jährige, war die Vorgabe.

Vorgeschlagen wurden neben dem Babysitterdienst eine Verlosung mit attraktiven Preisen oder ein Apéro.

Bei der Umsetzung dieser Massnahmen im vergangenen Jahr sei die Zielvorgabe - soweit messbar - erreicht worden, schreibt der Gemeinderat.

Der Babysitterdienst sei von einigen Versammlungsbesuchern in Anspruch genommen worden.

"Aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen" hat der Gemeinderat entschieden, das "Projekt zur Steigerung der Teilnahme an Gemeindeversammlungen" weiter zu führen.

Ein weiterer Grund dafür sei, das Interesse am politischen Geschehen in der Gemeinde hoch zu halten.

Wer sich regelmässig für das Geschehen in der Gemeinde interessiere, erkläre sich vielleicht auch einmal dazu bereit, sich in einer Partei oder in einem öffentlichen Amt zu engagieren.

Das Milizsystem sei auch in Zukunft darauf angewiesen, dass sich fähige Personen für das Gemeinwesen engagieren.

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