Reformagenda
Avenir-Suisse-Direktor sieht noch einiges Potenzial für Kanton Zürich

Internationalisierung, Pflege des Finanzplatzes und Förderung von Startups: Der neue Avenir-Suisse-Direktor Peter Grünenfelder hat in einem Interview diese drei Reformfelder für den Kanton Zürich vorgeschlagen. Er ist der Meinung, dass Zürich noch ehrgeiziger werden könnte.

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Peter Grünenfelder sieht für den Kanton Zürich drei Reformfelder.

Peter Grünenfelder sieht für den Kanton Zürich drei Reformfelder.

Mario Heller

Peter Grünenfelder, seit 1. April Direktor der Denkfabrik Avenir Suisse, stellt in Zürich eine gewisse Sättigungstendenz fest. In Zürich fehle politisch der Hunger nach mehr, sagte er in einem Interview mit der "Neue Zürcher Zeitung" vom Montag. Man solle sich mit den grossen Wirtschaftszentren der Welt wie Singapur, New York oder London vergleichen.

Zudem ist er der Meinung, dass das Sparpaket des Kantons noch ambitionierter und strategischer hätte ausfallen können. "Es ist notwendig, dass sich der Staat nicht auf das temporär Notwendige und Machbare konzentriert, sondern auch langfristig und strategisch denkt - und das Risiko in Kauf nimmt, dass er in einem ersten Anlauf scheitert", sagte er.

Der ehemalige Staatsschreiber des Kantons Aargau sieht für den Kanton Zürich drei Reformfelder: Zürich müsste erstens stark auf die Internationalisierung setzen und in der Aussenpolitik stärker wahrnehmbar sein. Zweitens gelte es, dem Finanzplatz Sorge zu tragen und dessen Bedürfnisse aufzunehmen.

Drittens gehe es um die Geschäftsfelder der Zukunft. "Die digitale Zukunft kommt, und Zürich hat beste Chancen, hier eine Führungsrolle wahrzunehmen", sagte er. Zürich sollte den Ehrgeiz haben, der europaweit führende Standort für Startups zu sein und die Politik konsequent darauf auszurichten - "von der Raumentwicklung über die Bewilligungsverfahren bis zur Steuerpolitik". Gerade bei dieser würden Jungunternehmer heute aber nicht gefördert, sondern behindert, sagte er.