Zürich
Ausstellung auf dem Friedhof Sihlfeld geht dem Tod künstlerisch nach

Auf dem Zürcher Friedhof Sihlfeld findet ab dem 9. Mai die Ausstellung "Keine Ahnung" statt. Studenten verschiedener Richtungen der Gestaltung und Kunst setzen sich dabei mit verschiedenen Themen rund um den Tod und Friedhof auseinander.

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Der Zürcher Friedhof Sihlfeld.

Der Zürcher Friedhof Sihlfeld.

Christian Beutler

Was bedeutet Friedhof für junge Menschen heute? Wie erleben sie konkret den Friedhof Sihlfeld? Antworten auf diese Fragen, aber auch Transformationsprozesse und Recycling, Erinnern und Vergessen und das Danach sind Themen des Ausstellungslabors "Keine Ahnung", wie das Friedhof Forum am Donnerstag mitteilte.

Bis 30. November zeigen die Studierenden im Friedhof Forum und auf dem Gelände des Friedhofs Sihlfeld laufend weitere Ergebnisse der gestalterischen Recherchen und Experimente. Die Ausstellung, die von einem Rahmenprogramm begleitet wird, ist in Kooperation mit der ETH Zürich, Professur Architektur und Kunst, und der Mode Design Schule Zürich entstanden.

Für das Projekt "Erdaufwurf" wurde das Friedhofgelände von den Studierenden in die künstlerische Auseinandersetzung einbezogen. Beteiligt sind die F+F Studiengänge Fotografie und Visuelle Gestaltung sowie die ETH Zürich.

Studierende des F+F Bildungsgang Visuelle Gestaltung erinnern sich beim Projekt "Erinnern und Vergessen. Eine Zeitung in zwei Ausgaben" an eine verstorbene Person. Die entstandenen Arbeiten erzählen von berühmten Menschen und unbekannten Verwandten, vom politisch motivierten Attentat, von der prägenden Grossmutter und dem geliebten Grossvater, vom zu frühen Sterben.

Eine Jukebox versammelt unter dem Titel "Death is not the end" Beispiele aus fast 70 Jahren Unterhaltungsmusik, die sich im Titel und Inhalt um die Themen Sterben, Tod und Friedhof drehen. Der F+F Studiengang Bildende Kunst präsentiert ab 6. September drei weitere thematische Projekte. (sda)