Zürcher Obergericht
Ausländischen Honig als Schweizer Ware deklariert: Betrüger auf der Anklagebank

Vor dem Zürcher Obergericht muss sich heute Donnerstag ein betrügerischer Honig-Händler verantworten. Der 34-Jährige wollte dem Discounter Aldi über fünf Tonnen falsch deklarierten Honig verkaufen. Statt aus der Schweiz stammte der Honig aus Südosteuropa.

Merken
Drucken
Teilen
Der Angeklagte bot im Internet auch mehrfach Schweizer Bienenvölker und -waben an, obwohl er solche aus Deutschland importieren wollte. (Symbolbild)

Der Angeklagte bot im Internet auch mehrfach Schweizer Bienenvölker und -waben an, obwohl er solche aus Deutschland importieren wollte. (Symbolbild)

Thinkstock

Auch bei den Produzentinnen des Honigs nahm es der Beschuldigte nicht immer genau: Er bot im Internet mehrfach Schweizer Bienenvölker und -waben an, obwohl er solche aus Deutschland importieren wollte. Den Imker, der seinen Schwindel erkannt und publik gemacht hatte, bedrohte er dann per E-Mail.

Das Bezirksgericht Bülach hatte den Mann im April 2015 zu einer Freiheitsstrafe von 8,5 Monaten verurteilt. Noch im Gerichtssaal kündigte der Verurteilte Berufung an. Der falsch deklarierte Honig gelangte nie in den Verkauf, sondern liegt bis heute in einem Lager.