In den letzten Jahren sei das Umfeld für Afro-Pfingsten immer schwieriger geworden, heisst es in einer Mitteilung des Vereins vom Donnerstag. Vor allem die Konkurrenz im Konzert- und Eventbereich sei stets grösser geworden, der Erlös aus dem Ticketverkauf immer kleiner, heisst es weiter.

Die erhofften Einnahmen blieben aus und die Verluste aus früheren Jahren konnten folglich nicht ausgeglichen werden. Der Vereinsvorstand habe sich deshalb entschlossen, bei den Gläubigern einen aussergerichtlichen Nachlassvertrag zu erwirken. Er werde alles unternehmen, um die Verluste der Gläubiger möglichst gering zu halten.

Aus mit Ankündigung

Vor drei Jahren war das finanziell angeschlagene und vor dem Aus stehende Festival von einer neuen Trägerschaft übernommen worden. Diese war sich der kritischen Lage bewusst, ging aber mit grossem unternehmerischem Einsatz und viel Idealismus dahinter, das Festival mit seinem Mix aus Musik und Markt am Leben zu erhalten und zu sanieren.

Dies gelang nicht. Die Beiträge der öffentlichen Hand und die Zuwendungen von Stiftungen und Sponsoren lagen nämlich unter der Summe, die nötig gewesen wäre, um die aufgelaufenen Verluste auszugleichen, wie es weiter heisst. Die Hauptursache sieht der Verein jedoch in der Konkurrenz im Eventbereich. Deshalb blieb der Ticketverkauf "weit unter den Erwartungen" und trieb den Verein Afro-Pfingsten schliesslich in die Insolvenz.

Somit dürfte die diesjährige Ausgabe die letzte gewesen sein. Für 2016 seien die Bedingungen besonders schwierig, weil in der Winterthurer Altstadt in der Woche vor Pfingsten der Mai-Markt durchgeführt wird, heisst es in der Mitteilung. Ob es möglich ist, einen Afro-Markt in einem reduzierten Rahmen, mit einer neuen Trägerschaft und an einem anderen Standort zu organisieren, wird noch abgeklärt.