Insgesamt verfügt die Universität Zürich über acht Museen und 13 Sammlungen mit über fünf Millionen Objekte, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst. Vor allem das Zoologische Museum ist ein Publikumsmagnet: 117'000 Besucherinnen und Besucher verzeichnete es 2015 zusammen mit dem Paläontologischen Museum.

Nun will die Uni das Anthropologische, das Botanische, das Paläontologische und das Zoologische Museum am Standort des Zoologischen Museums vereinen und zu einem Naturmuseum weiterentwickeln.

Die Ausstellungsfläche soll von heute 2500 Quadratmetern auf 3500 Quadratmetern vergrössert werden. Dies bedingt, dass das Paläontologische Institut umzieht. Schwerpunkt des neuen Museums wird eine Dauerausstellung zu "Evolution und Biodiversität" sein. Weiter soll es Sonderausstellungen und Veranstaltungen geben.

Die Kosten für das Naturmuseum - bauliche Massnahmen, Umzugskosten und neue Dauerausstellung - werden auf rund 30 Millionen Franken geschätzt. Das Projekt soll über die UZH Foundation mit Unterstützung von Privatpersonen, Unternehmen und Stiftungen finanziert werden. Geplant ist eine Eröffnung für 2021.

Aus für Mörgelis Museum

Zurückgestellt wird dafür das geplante Medizinmuseum. Dieses hätte das Medizinhistorische Museum ersetzen sollen, das im Zuge der Affäre Mörgeli geschlossen wurde. SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli war dort bis zu seiner Entlassung im Herbst 2012 als Kurator und Konservator angestellt.

Weitergeführt werden die Erfassung, Bearbeitung und Instandsetzung der ehemaligen medizinhistorischen Objektsammlung.