Hochrechnung

Auftakt: Zürcher Stimmberechtigte wollen Zonen für günstiges Wohnen

Derzeit rechnet das Statistische Amt mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 57 Prozent (Themenbild).

Derzeit rechnet das Statistische Amt mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 57 Prozent (Themenbild).

Die Zürcher Gemeinden werden in Zukunft voraussichtlich Zonen für günstige Wohnungen festlegen können. Gemäss ersten Hochrechnungen des Statistischen Amtes sagen die Stimmberechtigten Ja zu einer entsprechenden Änderung des Planungs- und Baugesetzes.

Die Hochrechnung basiert auf 105 von 184 Wahkreisen. Derzeit rechnet das Statistische Amt mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 57 Prozent. Die Gemeinden erhalten damit voraussichtlich also mehr Gestaltungsspielraum, um auf das Wohnungsangebot auf ihrem Gebiet Einfluss zu nehmen.

Bei der Vorlage "Ja zur Förderung des preisgünstigen Wohnraums" handelt es sich um den moderateren Gegenvorschlag zu einer Volksinitiative der SP, den der Zürcher Kantonsrat knapp unterstützt hatte.

Gemeinden erhalten damit die Möglichkeit, bei Auf- und Einzonungen neu einen Mindestanteil für preisgünstiges Wohnen festzulegen. Im Gegenzug profitieren die Grundeigentümer von einer höheren Ausnützung.

Die Gegner aus den Reihen der SVP, FDP, BDP und EDU sowie verschiedene Wirtschaftsverbände hatten sich grundsätzlich gegen die Gesetzesänderung ausgesprochen, auch wenn es sich dabei um eine "Kann"-Vorschrift handelt. Ihrer Meinung nach stellt die Regulierung eine Verletzung der Eigentumsgarantie dar. Zudem sei sie kein taugliches Mittel zur Bekämpfung der Wohnungsnot.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1