Enkeltrick

Aufgepasst: Betrüger versuchten rund 1800 Zürcher übers Ohr zu hauen

Immer häufiger kommt es zu Betrugsfällen am Telefon

Immer häufiger kommt es zu Betrugsfällen am Telefon

Die Kantonspolizei Zürich sagt Telefonbetrügern mit Aufklärung und Sensibilisierung den Kampf an. Am Mittwoch startete sie eine neue Kampagne.

"Damit's bei ihnen klingelt, wenn der Enkeltrickbetrüger anruft" oder "Telefonbetrüger sind schlau. Seien Sie schlauer" lauten die Schlagzeilen auf ihrer neuen Kampagnenseite  "www.telefonbetrug.ch". Neben Informationen gibt es Verhaltensregeln und Tipps, wie man sich und andere gegen Betrüger am Telefon schützen kann. Dazu kommen Kontaktdaten der Polizeistationen im Kanton und verschiedene einschlägige Links.

Zusätzlich zur Website legt die Kapo an wichtigen Stellen, etwa bei der Pro Senecture, bei den Spitex-Diensten oder in Kirchen, Flyer aus und hängt Plakate auf. Auch via soziale Medien läuft die Aufklärung, die sich nicht nur die potentiellen Opfer sondern auch die Angehörigen anspricht. Vorderhand ist die Kampagne auf den Kanton Zürich beschränkt.

Hohe Dunkelziffer

Entwickelt wurde sie angesichts der steigenden Zahlen von Telefonbetrügereien, sagte der Kampagnenverantwortliche Rolf Decker zur Nachrichtenagentur sda. Laut Mitteilung wurden 2016 im Kanton Zürich rund 350 versuchte und vollendete Telefonbetrüge mit einer Deliktsumme von rund 725'000 Franken registriert. Die Dunkelziffer sei hoch - insgesamt schätzt die Kapo rund 1800 Fälle im Jahr 2016.

Vor allem auf ältere Leute haben es Telefonbetrüger abgesehen. Gemäss einer Studie von Pro Senectute sind die Opfer im Durchschnitt 77 Jahre alt. Dabei handle es sich keineswegs nur um besonders naive oder demente Personen, wie es in der Mitteilung heisst. Die Betrüger setzten auf psychischen Druck und nutzten die Hilfsbereitschaft ihrer Opfer aus.

Ausser dem seit längerem bekannten Trick, sich als Bekannter oder Verwandter auszugeben - daher die Bezeichnung Enkeltrick - treten sie laut Kapo-Mitteilung auch in anderen Rollen auf, geben sich etwa als Polizisten aus.

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