Zürcher Stadtrat

Auffrischung statt Abbruch: Der Carparkplatz bleibt für weitere 10 Jahre bestehen

Der Stadtrat will nun die politische Diskussion über die Neunutzung lancieren.

Der Stadtrat will nun die politische Diskussion über die Neunutzung lancieren.

Wie der Carparkplatz beim Zürcher Hauptbahnhof dereinst genutzt werden soll, ist offen: Es werden Pläne für ein privates Kongresszentrum oder für preisgünstige Wohnungen geschmiedet. Doch vorerst soll der Platz mit Wartehäuschen und Kiosk für die Carpassagiere aufgefrischt werden.

Selbst wenn eine der verschiedenen Ideen umgesetzt würde: Für die nächsten zehn Jahre dürfte das zentral gelegene Areal weiterhin als Carparkplatz genutzt werden, glaubt der Stadtrat.

Bis Ende 2018 soll die Infrastruktur auf dem Platz in neuem Glanz erstrahlen: Es sollen ein geschützter Warteraum für Reisende, ein Kiosk, WC-Anlagen und Ticket-Verkaufsstellen eingerichtet oder erneuert werden. Die erforderliche Kredithöhe ist noch unbekannt.

Suche nach Mehrheiten

Der Stadtrat möchte dem Gemeinderat nun aber frühzeitig die Möglichkeit geben, dass er über die weitere Nutzung des Carparkplatzes diskutieren kann, wie er am Montag mitteilte.

Als Optionen stehen derzeit insbesondere zwei Ideen im Raum. So verlangen Gemeinderäte mit einer Motion, dass preisgünstiger Wohn- und Gewerberaum realisiert wird. Eine private Interessengemeinschaft hat einen Businessplan für ein privates Kongresszentrum entwickelt.

Die Diskussion im Stadtparlament soll laut Stadtrat "die politischen Interessenlagen und Mehrheitsverhältnisse zu den verschiedenen Nutzungsideen aufzeigen".

Keine Subventionen an Kongresszentrum

Auch wenn die zukünftige Nutzung noch offen ist: Für den Stadtrat ist bereits klar, dass er ein privates Kongresszentrum finanziell nicht unterstützen würde. Private halten jedoch an ihrer Idee fest, am Carparpklatz ein weiteres Kongresszentrum zu bauen.

Er schätzt gemäss Mitteilung zwar das Engagement der Interessengemeinschaft für den Wirtschafts- und Tourismusstandort. Die Stadt werde sich aber weder über einen reduzierten Baurechtszins noch über finanzielle oder personelle Vorleistungen für ein solches Projekt engagieren.

Zudem müsste eine Vergabe des Areals für ein privates Projekt aufgrund einer Ausschreibung erfolgen, hält der Stadtrat fest.

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