Reinigungspersonal
Auf Entlassungen beim Reinigungspersonal des Kantons wird nicht verzichtet

Der Zürcher Kantonsrat akzeptiert, dass es im Zusammenhang mit der Auslagerung des Reinigungspersonals der Baudirektion zu Kündigungen kommt. Er hat am Montag ein Postulat von SP, Grünen und EVP mit 108 zu 63 Stimmen abgelehnt, das einen Verzicht auf Entlassungen verlangte.

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Der Kantonsrat hält fest, dass es zu Kündigungen beim Reinigungspersonal kommen kann.

Der Kantonsrat hält fest, dass es zu Kündigungen beim Reinigungspersonal kommen kann.

AZ

Als Haushaltsanierungs-Massnahme hatte der Regierungsrat 2006 beschlossen, den Reinigungs- und Hausdienst zu privatisieren. Er hoffte damals, dass sich diese Massnahme ohne Entlassungen über die natürliche Fluktuation umsetzen lässt.

Die Regierung stellte nun aber fest, dass dies nicht möglich ist. Ende 2012 werden deshalb bis zu 76 Mitarbeitende die Entlassung erhalten. Im Oktober hatte der Kantonsrat das Postulat, das dies verhindern wollte, dringlich erklärt. Die definitive Unterstützung kam nun nicht zustande.

Die Massnahme werde vom Kanton «sauber vollzogen» mit einem Sozialplan, sagte Matthias Hauser (SVP, Hüntwangen). Sie sei «ausserordentlich arbeitnehmerfreundlich», fügte Josef Wiederkehr (CVP, Dietikon) an. Die Auslagerung sei sinnvoll und sozial abgefedert. Jörg Kündig (FDP, Gossau) sprach von verantwortungsbewusstem Handeln der Regierung.

Rosmarie Joss (SP, Dietikon) wünschte sich dagegen eine sozialere Variante fürs Personal. Der Kanton solle nicht mit dem schlechten Beispiel vorangehen.

Jorge Serra (SP, Winterthur) erinnerte daran, dass der Bund auch schon Reinigungsdienste habe auslagern wollen, dann aber zur Einsicht gekommen sei, darauf zu verzichten. Wenigstens auf Entlassungen zu verzichten, sei ja eine relativ zurückhaltende Forderung.

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