Die beiden Velostrassen werden versuchsweise eingerichtet bis Ende September 2017, wie die Stadt am Dienstag mitteilte. Es handelt sich um ein Projekt des Bundesamts für Strassen (Astra), mit dem der Bund herausfinden möchte, ob Velostrassen den Veloverkehr fördern.

Die beiden Strecken, die in Zürich dafür ausgesucht wurden, werden bereits heute rege von Velofahrerinnen und Velofahrern genutzt. Die Scheuchzerstrasse verbindet etwa den Campus Irchel mit dem Universitätsquartier, die Affolternstrasse bindet die Aussenquartiere an den Bahnhof Oerlikon an.

Die Velostrassen werden mit einem neu eingeführten Signal und mit Bodenmarkierungen gekennzeichnet. Alle Fahrzeuge, die auf der Velostrasse fahren, haben Vortritt gegenüber einmündendem Verkehr. Fussgänger haben Vortritt an Fussgängerstreifen. An Kreuzungen ist der Rechtsvortritt aufgehoben.

Das Astra führt Zählungen und Befragungen an den Teststrecken durch, um zu ermitteln, ob die Velostrassen eine Zunahme des Veloverkehrs bewirken. In den Niederlanden etwa gibt es seit rund 30 Jahren Velostrassen. Dort haben sie sich positiv auf den Veloverkehr ausgewirkt, ebenso in Dänemark und gewissen deutschen Städten.