Kantonsrat

Auf der Kasernenwiese entsteht ein Stadtpark

Blick auf das Kasernenareal in Zürich

Blick auf das Kasernenareal in Zürich

Ein Stadtpark im Kasernenareal forderte ein Postulat 2012. Unterdessen haben Kanton und Stadt einen Masterplan ausgearbeitet. Im Herbst soll der Baurechtsvertrag vorliegen.

Gestern schrieb der Kantonsrat eine Reihe von Postulaten ab, in einem davon hatten drei EVP-Kantonsräte 2012 einen Stadtpark auf dem Zürcher Kasernenareal gefordert. Das Postulat sei erfüllt, schreibt die Regierung in ihrem Beschluss, da 2014 in Zusammenarbeit mit der Stadt Zürich ein Masterplan für das Areal entworfen wurde. Dieser sieht vor, dass das Bildungszentrum für Erwachsene in die Militärkaserne zieht. Die Polizeikaserne soll weiterhin von der Kantonspolizei genutzt werden und in den Zeughäusern sollen kleinflächige, quartiernahe Nutzungen Platz finden. Aus der Kasernenwiese und dem Hof, die von der Polizei freigegeben werden, entstehe ein Grünraum – der geforderte Stadtpark.

Der Abschreibung des Postulats stimmten alle Parteien zu. Die Mischnutzung sei ein valabler Kompromiss, sagte Mitunterzeichner Gerhard Fischer (EVP, Bäretswil). Einige Sprecher nutzten die Gelegenheit, ihre Forderungen zu wiederholen im Zusammenhang mit dem Umzug der Polizei von der Kaserne ins geplante Polizei- und Justizzentrum (PJZ). Sonja Rueff (FDP, Zürich) hielt den Masterplan für ein sinnvolles Konzept, betonte aber, dass das Areal vollständig für die Bevölkerung freigegeben werden müsse, inklusive Polizeikaserne. Céline Widmer (SP, Zürich) erinnerte an das Versprechen von vor der Volksabstimmung über das neue PJZ und sagte, sie hoffe, der Kanton mache dieses nun wahr. Laut Martin Neukom (Grüne, Winterthur) zeigt die «hochgeschätzte Regierung» wenig Talent in der Causa PJZ, und Markus Bischoff (AL, Zürich) nannte es «eine epische Geschichte, aber sicher keinen Heldenepos».

Zudem stellte er Regierungsrat Markus Kägi (SVP) Fragen zum Stand der Planung auf dem Kasernenareal. «Wir sind auf Kurs», sagte der Baudirektor. Zurzeit verhandle der Kanton mit der Stadt den Baurechtsvertrag für die Zeughäuser und den Hof. Die Wiese soll die Stadt weiterhin in Gebrauchsleihe betreiben. Im Herbst werden Kantons- und Stadtparlament Beschlüsse fassen müssen.

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