Zudem entstehen eine Kinderkrippe, ein Kino, und gastronomische Angebote. Die SBB konnte die «25hours Hotel Company» als Partner für ein Design-Hotel an der Ecke Langstrasse/Lagerstrasse gewinnen.

«Den künftigen Nutzern wird durch ein umfassendes Mobilitätskonzept ein stadtgerechtes Verkehrsverhalten ermöglicht». Dieses sei in Übereinstimmung mit den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft erstellt worden, heisst es weiter.

Obwohl das Baufeld H voraussichtlich erst im Jahr 2016 den Mietern übergeben wird, hat es im vergangenen Januar bereits das Vorzertifikat Gold vom DGNB, dem Gütesiegel für Nachhaltige Bauten, verliehen bekommen.

Neben dem neuen Design-Hotel ist bereits heute ein künftiger Mieter bekannt. So soll ein kultureller Treffpunkt entstehen. Unter dem Namen «KOSMOS» vereinen sich ein Kaffeehaus, ein Kino, ein Buchladen und eine Galerie.

Initianten dieses «kulturellen Warenhauses», wie es die SBB in ihrer Medienmitteilung bezeichnen, sind Bruno Deckert, Inhaber von «Sphères Bar, Buch und Bühne», und der Filmproduzent und Regisseur Samir.

SP Kreispartei 5 wehrt sich

Weniger gute Neuigkeiten für die SBB kommen von der anderen Seite des Zürcher Gleisfeldes. Ebenfalls unter der Federführung der Bundesbahn soll unter dem Namen «Zollstrasse» zwischen Zollstrasse und Gleisfeld im Kreis 5 ein neues Quartier entstehen.

Im Gestaltungsplan, der bis gestern öffentlich auflag, sehen die SBB vor, insgesamt 50 bis 60 Prozent Wohnnutzung und 40 bis 50 Prozent Dienstleistungs-, Gastro- und Gewerbenutzung zu realisieren.

In der Zollstrasse West sollen Genossenschaftswohnungen entstehen, in der Zollstrasse Ost Wohnungen im Stockwerkeigentum. Genau dies passt der SP des Kreises 5 aber nicht, denn, «das Preisniveau der neuen Wohnungen erhöht den Druck auf die Immobilienpreise im bestehenden Quartier», wie sie in einer Mitteilung schreibt.

Zudem werde die anhaltende Verdrängung der angestammten Bevölkerung verschärft, heisst es weiter.

Die Partei hat den Antrag gestellt, die Vorschriften des Gestaltungsplans im Rahmen der öffentlichen Auflage so abzuändern, dass 60 Prozent der Wohnungen mit einem gemeinnützigen Bauträger entstehen. (ARU)