Videoüberwachung
Auch Wolff will keine zusätzliche Kameras auf Zürcher Plätzen

Auf vier Plätzen in der Stadt Zürich stehen der Polizei Videoüberwachungskameras zur Verfügung. Polizeivorstand Richard Wolff will wie sein Vorgänger Daniel Leupi keine weiteren 15 Kameras installieren.

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Keine weiteren 15 Videoüberwachungskameras für Zürich. (Symboldbild)

Keine weiteren 15 Videoüberwachungskameras für Zürich. (Symboldbild)

Keystone

Das Polizeidepartement bestätigte am Montag eine Meldung der "NZZ", nach welcher sich Richard Wolff (AL) gegen ein angelaufenes Konzept der Videoüberwachung in Zürich stellt.

Das Thema Videoüberwachung an neuralgischen Punkten sei nach den Krawallen vor einem Fussballspiel im letzten Dezember intensiv diskutiert worden, sagte der Zürcher Polizeikommandant Daniel Blumer in einem "NZZ"-Interview vom Montag. Er persönlich halte die Videoüberwachung für ein taugliches Mittel der Prävention, weil ein gewalttätiger Demonstrant riskiere, erkannt und verurteilt zu werden.

Er müsse aber akzeptieren, dass sein politisch Vorgesetzter eine andere Meinung vertrete, sagte Blumer. Stadtrat Wolff sei es bei seinem Entscheid gegen einen Ausbau der Videoüberwachung um eine Interessenabwägung zwischen Datenschutz und polizeilichem Nutzen gegangen, sagte Polizeidepartements-Sprecher Robert Soós auf Anfrage.

Schon Wolffs Vorgänger Daniel Leupi habe sich gegen weitere Videoüberwachungskameras im öffentlichen Raum ausgesprochen.