Stadtratswahlen Zürich
Auch Knauss verzichtet auf Kandidatur

Nach Balthasar Glättli gibt auch Markus Knauss seinen Verzicht als Kandidat für den Zürcher Stadtrat bekannt.

Thomas Marth
Merken
Drucken
Teilen
Auch Markus Knauss, Zürcher Gemeinderat (Grüne), verzichtet auf eine Kandidatur für den Zürcher Stadtrat.

Auch Markus Knauss, Zürcher Gemeinderat (Grüne), verzichtet auf eine Kandidatur für den Zürcher Stadtrat.

Bei den Grünen lichtet sich das Kandidatenfeld für die Zürcher Stadtratswahl vom März 2018 weiter. Nachdem Nationalrat Balthasar Glättli am Dienstag seinen Verzicht bekannt gegeben hat, tat dies gestern auch Markus Knauss. Er glaube, dass er «im Parlament wohl mehr für Stadt, Umwelt und Klima erreichen kann», schrieb er auf Facebook. Der Gemeinderat und Co-Geschäftsführer des VCS Zürich hatte 2014 erfolgreich für den Stadtrat kandidiert, war aber als überzählig ausgeschieden.

Empfehlung für Girod

Parteiintern hatte er sich damals gegen Karin Rykart Sutter durchgesetzt, die jetzt von Glättli der Partei zur Nomination empfohlen wird. Er wolle den Weg frei machen für eine Frauenkandidatur, hatte Glättli unter anderem dargelegt. Rykart, Soziologin und Co-Krippenleiterin, ist Fraktionspräsidentin der Grünen im Gemeinderat. Glättli hofft, dass sie zusammen mit dem Bisherigen Daniel Leupi den zweiten Sitz zurückholt, den die Grünen von 2010 bis 2014 im Zürcher Stadtrat besetzten. Knauss empfielt seiner Partei nun allerdings nicht Rykart, sondern Nationalrat Bastien Girod als Zweitkandidatur.

Das sei seine persönliche Meinung und nicht eine Empfehlung gegen Rykart, sondern eine für Girod, sagt Knauss. Die ökologische Seite habe im aktuellen Stadtrat einen schweren Stand. Leupi werde auch von linker Seite oft allein gelassen. Girod traue er zu, dass er hier eine neue Dynamik ins Gremium bringen könne.

Im Übrigen betont Knauss, dass er wirklich das Gefühl habe, als Parlamentarier mehr zu erreichen. Der Gemeinderat greife heute vermehr auch operativ in die Stadtratsgeschäfte ein. Er nennt als Beispiele die Lärmreduktion mittels Tempo 30 oder die neue Verkehrsführung am Heimplatz. Da seien die Themen, die ihm liegen, und an denen wolle er festhalten. Als Stadtrat müsste er das Departement übernehmen, das übrigbleibt. (tma)