Der hohe Sicherheitsstandard hat selbst die Schweizerische Nationalbank überzeugt: Zusammen mit der Bank Vontobel und einer weiteren Privatbank hat die Notenbank beschlossen, ihre Datenzentren innerhalb der Rechenzentren der Stadt Zürich unterzubringen, wie das Hochbaudepartement mitteilte.

Der neue Hauptstandort OIZ Albis besteht aus drei Baukörpern. Zwei davon sind Umbauten des ehemaligen Gebäudekomplexes der Siemens Schweiz AG. Dazu hat die Stadt ein neues Schulungs- und Seminarzentrum gebaut. Eröffnet wurde der Informatik-Hauptstandort von den beiden Stadträten André Odermatt (SP) und Martin Vollenwyder (FDP).

Das Rechenzentrum wurde als "Green Data Center" konzipiert. Mit der Abwärme, die durch die permanente Kühlung der Server anfällt, werden rund 400 Wohnungen einer benachbarten Wohnsiedlung geheizt. Damit könnten jährlich etwa 4000 Megawattstunden (MWh) fossile Energie eingespart werden, heisst es in der Mitteilung.

Für Naturkatastrophen gewappnet

Der Hauptstandort der OIZ an der Albisriederstrasse ist Teil der IT-Strategie des Stadtrates. Um Betriebsabläufe effizienter zu gestalten und Kosten zu sparen, werden die mehr als hundert über die ganze Stadt verteilten Serverräume und das bisherige Rechenzentrum an der Pfingstweidstrasse aufgehoben und neu auf die beiden Rechenzentren in Albisrieden und Hagenholz verteilt.

Mit der Zwei-Center-Strategie der Zürcher Stadtverwaltung seien Ausfallsicherheit und Verfügbarkeit auch im Falle einer Naturkatastrophe gewährleistet, schreibt das Hochbaudepartement. Beim Ausfall des einen Rechenzentrums könne das andere die Weiterführung des Betriebs der wichtigsten Anwendungen sicherstellen.