Nachtzuschlag

Auch an diesem Wochenende muss ein Nachtzuschlag gelöst werden

Nachtzuschlag bleibt bestehen.

Nachtzuschlag bleibt bestehen.

Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) befürchtet, dass am kommenden Wochenende viele Passagiere keinen Nachtzuschlag lösen. In einer Medienmitteilung hat er am Donnerstag deshalb extra noch einmal betont, dass der Zuschlag nicht aufgehoben werde.

Grund für die Verwirrung ist eine Verfügung des Bundesamtes für Verkehr (BAV), die am Mittwoch publik wurde. In dieser Verfügung beurteilte das BAV die Kommunikation der SBB über den Nachtnetzzuschlag als mangelhaft. Dass dieses Angebot fünf Franken extra koste, müsse besser kommuniziert werden, befand das BAV. Die heutige Bussenpraxis sei deshalb nicht zulässig.

«Wegen dieser Verfügung könnte der Eindruck entstanden sein, dass man keinen Zuschlag mehr zahlen muss», sagte ZVV-Sprecher Thomas Kellenberger auf Anfrage der sda. Dies sei aber nicht der Fall. Der Zuschlag für das Nachtnetz ist gemäss ZVV nicht in Frage gestellt, sondern nur dessen Kommunikation. «Auch am kommenden Wochenende muss ein Nachtzuschlag gelöst werden.»

Sofortmassnahmen wie zusätzliches Personal in den Zügen oder zusätzliche Hinweistafeln an den Bahnhöfen sind für das kommende Wochenende aber nicht geplant, wie ein SBB-Sprecher auf Anfrage sagte. Es sei eigentlich bekannt, dass man fünf Franken extra bezahlen müsse, daran ändere auch die Verfügung des BAV nichts.Die SBB hat 30 Tage Zeit, die Verfügung des BAV anzufechten. Falls sie darauf verzichtet, muss sie ihre Kommunikation über den Nachtzuschlag intensivieren.

Der Zuschlag selber wird aber keinesfalls aufgehoben, da die Nachtzüge im Grossraum Zürich dann nicht mehr kostendeckend betrieben werden könnten. Dies war die Voraussetzung dafür, dass das Zürcher Parlament dieses Angebot vor acht Jahren genehmigte.

Meistgesehen

Artboard 1