Neben der Stadt und dem Kanton Zürich regeln auch viele Zürcher Gemeinden die Unterbringung von Asylsuchenden über die AOZ. Dieser wurde wegen der hohen Nachfrage in den letzten Monaten die Türe eingerannt. „Der Kanton und die Gemeinden mussten wegen der neuen Situation sehr schnell handeln“, sagt AOZ-Leiter Thomas Kunz gegenüber Radio SRF.

Die AOZ versucht, die vermehrten Anfragen so gut wie möglich zu erfüllen und stellte zu diesem Zweck 100 neue Mitarbeiter ein. Bis jetzt hat die AOZ laut Thomas Kunz zum Glück keine Probleme gehabt, die zusätzlichen Fachkräfte zu finden. Auch jetzt noch sucht die Organisation Personal, wie etwa Lehrerinnen, Sozialarbeiter oder Studenten für die Nachtwache.

Auch die Firma ORS regelt in bestimmten Zürcher Gemeinden die Unterbringung von Asylsuchenden. Wer von den beiden Anbietern gefragter ist, kann jedoch nicht eruiert werden, da die ORS ihre Zahlen nicht offenlegt.

Thomas Kunz hat hohe Ansprüche an die Leistung der AOZ: „Jeden Auftrag wollen wir so gut machen, dass man uns weiter empfiehlt.“ Die Asylorganisation Zürich arbeitet nicht gewinnorientiert, hat aber wegen der vielen Aufträge im Jahr 2015 gleichwohl einen Gewinn von zwei Millionen Franken erzielt.