Im September 2012 führte der Zivilschutz von Schutz & Rettung Zürich eine Übung durch. Im Sinne einer realitätsnahen Übungsanlage wurden auf dem Familiengartenareal Pfingstweid alte Gartenhäuschen abgebrochen und zerlegt.

Dabei wurden geringe Mengen Asbest freigesetzt. Ein Suva-Gutachten schätzte ein Erkrankungsrisiko für die rund 70 Zivilschützer als gering ein.

Dennoch wurden Fehler gemacht, wie eine externe Untersuchung nun zeigt. Die Kader hätten die Gefahrenlage teilweise falsch eingeschätzt, zu wenig genau abgeklärt, ob Asbest vorkommen könnte und wie mit asbesthaltigen Materialien umgegangen werden müsste, teilte Schutz & Rettung am Dienstag mit. Zudem seien teilweise nicht genügend geeignete Arbeitsmittel eingesetzt worden.

Auch im organisatorischen Bereich stellt das Gutachten Mängel fest. Diese seien teilweise bedingt «durch nicht eingerückte Zivilschutzkader aus dem Kreis der Zivilschutzpflichtigen».

Bereits vor dem Vorliegen des Gutachtens habe Schutz & Rettung Schritte eingeleitet, damit der Zivilschutz in der Stadt Zürich professioneller und besser in die Gesamtorganisation eingebunden werde. So könne gewährleistet werden, dass Einsätze durch Fachpersonen besser auf mögliche Risiken geprüft werden.

Eine spezialisierte Firma hat inzwischen das Schrebergartenareal geräumt. Wer diese Kosten übernimmt, darüber werden sich die Stadt Zürich und der Verein für Familiengärten «nach Vorliegen der Bauabrechnung verständigen», wie es weiter hiess.