Familiengärten

Asbest-Gefahr: Zivilschutz stellt Abbrucharbeiten ganz ein

Die Zivilschützer waren nicht über die Asbest-Gefahr informiert worden. (Symbolbild)

Die Zivilschützer waren nicht über die Asbest-Gefahr informiert worden. (Symbolbild)

Der Zivilschutz stellt die Abbrucharbeiten auf dem Familiengartenareal Pfingstweid in Zürich ganz ein. Die Arbeiten waren bereits am Mittwoch unterbrochen worden. Zivilschützer hatten ohne Maske und Schutzanzug mit asbesthaltigen Gegenständen hantiert.

Am Donnerstag hatte ein Asbest-Experte das Areal geprüft. Dieser stellte fest, dass die Arbeiten im Areal unter Berücksichtigung geeigneter Schutzmassnahmen weiter geführt werde könnten, wie Schutz & Rettung Zürich am Freitag mitteilte.

Am Freitagmorgen habe Schutz & Rettung die Situation mit einer spezialisierten Baufirma erneut analysiert. Zusammen mit den Experten wurde entschieden, dass der Auftrag nicht mehr weiter durch den Zivilschutz ausgeführt werde. «Schutz & Rettung möchte jegliche Verunsicherung der Zivilschutzangehörigen verhindern.»

Zivilschutz zieht sich zurück

Der Zivilschutz wird die Infrastruktur deshalb abbauen und sich zurückziehen. Wer den Rückbau des Areals nun vornimmt, muss der Auftraggeber und Mieter des Landes - der Familiengartenverein Juchhof - entscheiden.

Rund 70 Zivilschützer hatten von Montag bis Mittwoch das Familiengartenareal geräumt. Sie waren aber von den Zivilschutzchefs nicht über die potenzielle Gefahr informiert worden. Erst als am dritten Tag der Aktion zerbrochene Platten und kaputte Blumenkisten aus Eternit auf dem Areal herumlagen, wurde die Übung abgebrochen.

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