Gesundheit

Asbest-Gefahr in Zürich-West: Geringes Erkrankungs-Risiko

Bei der Entsorgung von Asbest gelten heute strenge Sicherheitsvorkehrungen (Archiv)

Bei der Entsorgung von Asbest gelten heute strenge Sicherheitsvorkehrungen (Archiv)

Entwarnung für rund 70 Zürcher Zivilschützer. Obwohl sie Ende September 2012 bei Abbrucharbeiten auf einem Schrebergarten-Areal in Zürich-West Asbest ausgesetzt waren, besteht für ihre Gesundheit wohl keine Gefahr.

Ein Suva-Gutachten schätzt das Erkrankungs-Risiko als gering ein. Das Auftreten von Asbesterkrankungen wie Asbeststaublunge oder verkalkende Ablagerungen am Lungenfell bezeichnet das Gutachten als "sehr unwahrscheinlich". Dies geht aus einem Schreiben von Schutz & Rettung Zürich an die Betroffenen Zivilschützer von Mitte Februar hervor. Die Organisation hatte das Gutachten in Auftrag gegeben.

Auch das Risiko von bösartigen asbestbedingten Erkrankungen (bösartige Tumore) sei aufgrund des heutigen Kenntnisstandes "sehr gering", heisst es weiter. Die Suva empfiehlt, den Betroffenen in zehn bis fünfzehn Jahren nochmals Untersuchungen aufgrund des dannzumal aktuellen Wissensstandes anzubieten.

Dies werde man auf jeden Fall tun, um jedes Restrisiko auszuschliessen, bestätigte ein Sprecher von Schutz & Rettung Zürich eine Meldung von Tagesanzeiger.ch/Newsnet vom Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Material und Kleider untersucht

Untersucht hat die Suva Material des Areals sowie Arbeitskleider von Zivilschützern. In vier von fünf Proben aus dem Arbeitsbereich konnte Asbest in geringer Konzentration nachgewiesen werden. Auf den Kleidern wurden keine Asbestfasern gefunden.

Rund 70 Zivilschützer waren Ende September daran, das Familiengartenareal Pfingstweid zu räumen. Sie waren aber von den Zivilschutzchefs nicht über eine potenzielle Asbest-Gefahr informiert worden.

Erst als am dritten Tag der Aktion zerbrochene Platten und kaputte Blumenkisten aus Eternit auf dem Areal herumlagen, wurde die Übung abgebrochen.

Zum Verlauf des des Zivilschutzeinsatzes hat Schutz & Rettung an eine Rechtsanwältin eine externe Untersuchung in Auftrag gegeben. Es sei ein Anliegen, den Vorfall auch unter organisatorischen Gesichtspunkten genau zu klären, um Massnahmen für die Zukunft treffen zu können. Ergebnisse werden im Frühling erwartet.

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