Herzklinik
Ärzte des Zürcher Unispitals bauen eigene Herzklinik in einem Privatspital auf

Leitende Mediziner verlassen das Universitätsspital in Richtung der Privatklinik Hirslanden. Zwei Herzchirurgen und fünf Kardiologen nehmen ab Juli ihre Arbeit in einem neuen Hightech-Operationssaal der Privatklinik auf.

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Etwa in einem Monat soll die Herzklinik Hirslanden die ersten Patienten behandeln.

Etwa in einem Monat soll die Herzklinik Hirslanden die ersten Patienten behandeln.

Keystone

Schon Anfang Jahr sei der Entscheid gefallen, dass fünf Kardiologen und zwei Herzchirurgen mit einem achtköpfigen Team das Unispital Zürich verlassen werden. In einem Monat sollen schon die ersten Patienten in der Herzklinik Hirslanden behandelt werden.

Roberto Corti und Jürg Grünenfelder, beides bisherig leitende Ärzte am Unispital, erklären ihre Abgang gegenüber der «NZZ» so, dass sie in ihrem neuen Team alles an herzmedizinischen Leistungen anbieten wollen. Es gebe bei gleichen Diagnosen von der Chirurgie und der Kardiologie unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten und mit miteinander wolle man nun immer die beste Möglichkeit für den Patienten ermitteln.

Der ausschlaggebende Grund sei, so Corti jedoch ein anderer gewesen. Die Tatsache, dass die Klinik Hirslanden nun auch Allgemeinversicherte behandeln muss. Sein Gewissen liess es nicht zu Patienten abzulehnen, welche die Zusatzversicherungen nicht besässen.

Das Universitätsspital hadert nicht mit den Abgängen. Laut dem Co-Direktor Walter Weder habe man alle Positionen bereits wieder besetzen können. Man habe selbst auch ein neues Herzzentrum im öffentlichen Spital eröffnet, wo die Herzchirurgie und Kardiologie im Oktober «konsequent zusammengeführt» werde. (pas)

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