Seebahngraben
Architekt plant neue Einkaufsmeile für Zürich

Ein Architekt möchte entlang des Zürcher Seebahngrabens ein 1200 Meter langes Gebäude erstellen – mit Läden, Bars oder Galerien.

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Wurde innert Wochen zu einem städtebaulichen Brennpunkt: Der Seebahngraben.

Wurde innert Wochen zu einem städtebaulichen Brennpunkt: Der Seebahngraben.

Lina Giusto

Ginge es nach dem im Quartier tätigen Architekten Stephan Brunner soll beim Gleisgraben, der die Stadtkreise 3 und 4 voneinander trennt, bald ein eingeschossiges Gebäude mit Läden, Bars oder Galerien entstehen - ähnlich wie bei den Viaduktbögen im Kreis 5.

Das rund 1.2 Kilometer lange Gebäude würde dann über die Böschung zu liegen kommen, schreibt der "Tages Anzeiger". Der Architekt ist davon überzeugt, dass auch eine entsprechende Nachfrage für sein rund 60-Millionen-Franken-Projekt "Seebahnquai" vorhanden sei. So würde beim neuen Polizei- und Justizgebäude, das derzeit bei der Hohlstrasse entsteht, zwar 1600 Arbeitsplätze geschaffen werden, doch gebe es dort kaum eine öffentliche Infrastruktur.

Weiter argumentiert Brunner, dass durch sein Projekt die Seebahnstrasse aufgewertet werden würde. Ausserdem hätte das neue, flache Gebäude auch die Funktion einer Lärmschutzwand. Der Lärm der im Graben verkehrenden Züge würde stark reduziert, wovon die Häuser auf der anderen Seebahnstrassenseite profitieren würden, schreibt die Tageszeitung.

Bereits eine Woche zuvor hatte die private Projektgruppe Greulich ihre Idee, die Zugschneise zwischen den Kreisen 3 und 4 mit einem rund vier Hektar grossen Seebahn-Park zu überdecken, den Medien vorgestellt.

Wie der "Tages Anzeiger" schreibt, würde die Idee der Graben-Überdachung und der Einkaufsmeile in keinem Konkurrenzkampf stehen. Beide Projekte seien unabhängig voneinander entwickelt worden und es sei ein reiner Zufall, dass innert einer Woche zwei ähnliche Ideen präsentiert worden seien. Die beiden Initianten hätten nun aber Kontakt miteinander aufgenommen und ein baldiges Treffen vereinbart. (lgi)