Arbeitslosenquote
Arbeitslosigkeit im Mai im Kanton Zürich zurückgegangen

Die Arbeitslosenquote im Kanton Zürich ist im Mai um 0,1 Prozentpunkt auf 3,1 Prozent zurückgegangen. Ende Mai 2013 waren 24'517 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 395 Personen weniger als im Vormonat.

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Die Arbeitslosenquote in Zürich lag im Mai leicht über dem Durchschnitt (Symbolbild)

Die Arbeitslosenquote in Zürich lag im Mai leicht über dem Durchschnitt (Symbolbild)

Keystone

Damit liegt die Arbeitslosenquote nach wie vor leicht über dem schweizerischen Mittel, wie das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) am Montag mitteilte.

Wie bereits in den Vormonaten sei der Rückgang der Arbeitslosigkeit hauptsächlich saisonbedingt. Rein konjunkturbedingt wäre die Arbeitslosigkeit leicht gestiegen, wie AWA-Chef Bruno Sauter an der Medienkonferenz zur Arbeitsmarktlage sagte.

Von der saisonalen Entwicklung profitierte insbesondere das Baugewerbe. Weniger Arbeitslose verzeichneten auch die Berufsgruppen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen sowie Metallerzeugung und Metallerzeugnisse.

Moderat zugenommen hat die Zahl der arbeitslosen Führungskräfte. Sauter geht davon aus, dass dies mit Umstrukturierungen bei den Finanzdienstleistern wie etwa Vermögensverwaltungen oder Treuhand zu tun hat. Die 1200 Stellensuchenden seien etwa gleich viele wie unmittelbar nach der Finanzmarktkrise im Jahre 2009.

Zürich wird vom BAK unterschätzt

Insgesamt befinde sich die Zürcher Konjunktur seit Anfang Jahr «auf einem bescheidenen Wachstumspfad», sagte Sauter. Die Prognose von BAK Basel, wonach Zürich im laufenden Jahr das niedrigste Wachstum aller Kantone erzielen werde, sei jedoch zu relativieren.

Zürich werde vom BAK regelmässig unterschätzt, erklärte der AWA-Chef. Man habe das Problem mit den Verantwortlichen bereits mehrfach besprochen. Schon 2012 habe das Forschungsinstitut seine Prognose um 1 Prozentpunkt nach oben anpassen müssen.

Mit grosser Wahrscheinlichkeit sei das Wachstum auch im laufenden Jahr höher als prognostiziert. Dafür spricht gemäss Sauter die gute Entwicklung in den Branchen, die anhaltende Zunahme der Beschäftigung und die Zuwanderung aus dem Ausland.

60 Millionen Franken für arbeitsmarktliche Massnahmen

Jährlich werden im Kanton Zürich rund 60 Millionen Franken für Bildungs- und Beschäftigungsmassnahmen eingesetzt. Von den arbeitsmarktlichen Massnahmen profitierten im vergangenen Jahr rund 20'000 Stellensuchende.

Der Kanton Zürich sei bemüht, die Mittel wirkungsvoll einzusetzen und das Angebot laufend auf die Bedürfnisse der Betroffenen auszurichten, sagte Edgar Spieler, Leiter der Abteilung Arbeitsmarkt beim AWA. Dabei sollen die verschiedenen Kurse stärker auf die Arbeitsmarktnähe ausgerichtet und in Modulen angeboten werden.

Neu ausgerichtet wird ab Juli auch die Qualifizierung durch Beschäftigung. Die Programme zur vorübergehenden Beschäftigung dauern nicht mehr 6, sondern 3 Monate. Danach wird eine Standortbestimmung vorgenommen und das weitere Vorgehen festgelegt.

Auch beim Motivationssemester für 15- bis 19-jährige Arbeitslose wird der Bereich Abklärung verstärkt. Zusammen mit dem Staatssekretariat für Arbeit (Seco) will der Kanton Zürich zudem die Wirkung und den Erfolg der arbeitsmarktlichen Massnahmen evaluieren. Erste Ergebnisse sind laut Spieler im Frühjahr 2014 zu erwarten.