Arbeitsmarkt
Arbeitslosenquote 4,4 Prozent: Bezirk Dietikon ist trauriger Spitzenreiter im Kanton

Die Arbeitslosenquote im Kanton Zürich ist im November zum ersten Mal seit sechs Monaten von 3,2 auf 3,3 Prozent gestiegen. Grund dafür waren vor allem saisonale Effekte. Aufgrund der Corona-Krise liegt die Arbeitslosenquote klar höher als im Vorjahr.

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Der Bezirk Dietikon verfügt über die höchste Arbeitslosenquote aller Bezirke im Kanton. Im Bild das RAV Dietikon. (Archivbild)

Der Bezirk Dietikon verfügt über die höchste Arbeitslosenquote aller Bezirke im Kanton. Im Bild das RAV Dietikon. (Archivbild)

Raphael Biermayr

Ende November waren 28’132 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Kantons Zürich arbeitslos gemeldet, wie das Amt für Wirtschaft und Arbeit am Dienstag mitteilte. Das sind 716 Personen mehr als im Vormonat.

Die Auswirkungen der Corona-Krise seien deutlich sichtbar, heisst es in der Mitteilung. Die Arbeitslosenquote liegt um 1,2 Prozentpunkte höher als im Vorjahr.

Gestiegen ist die Arbeitslosigkeit im November vor allem in den saisonal geprägten Branchen, wie im Baugewerbe (+286) und im Gastgewerbe (+280). Dabei liegt der Anstieg im Gastgewerbe deutlich über den Vorjahreswerten, dürfte also teilweise auch auf die Covid-Schutzmassnahmen zurückzuführen sein. Weniger Arbeitslose gab es in den Bereichen Verkehr und Transport (-34), Erziehung und Unterricht (-24) sowie bei Versicherungen (-20).

Die höchste Arbeitslosenquote aller Bezirke verzeichnet der Bezirk Dietikon mit 4,4 Prozent. Damit liegen zwischen ihm und den Bezirken mit dem zweithöchsten Wert – Bülach und Dielsdorf – satte 0,7 Prozentpunkte. Die tiefste Arbeitslosenquote ist im Weinland, dem Bezirk Andelfingen, anzutreffen. Dort liegt sie bei lediglich 1,9 Prozent.