Zürich
Arbeitsbedingungen am Bau des WM-Stadions in Katar machen Blatter Ärger

FIFA-Präsident Sepp Blatter ist nach seiner Kritik an europäischen Firmen wegen der Arbeitsbedingungen auf den Baustellen in Katar von der Gewerkschaft IG Bau scharf kritisiert worden.

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Harsche Kritik an FIFA-Präsident Blatter

Harsche Kritik an FIFA-Präsident Blatter

Keystone

"Er täuscht die Öffentlichkeit, wenn er sich und seine Organisation für unzuständig erklärt, sobald es um Arbeits- und Menschenrechte geht. Die FIFA trägt auf jeden Fall einen massgeblichen Teil der Verantwortung", sagte Dietmar Schäfers als stellvertretender Bundesvorsitzender der IG Bau der deutschen Boulevardzeitung "Bild".

Blatter hatte zuletzt europäische Firmen für die Zustände beim Bau der WM-Anlagen in Katar verantwortlich gemacht. Die Arbeitsorganisation sei schlecht, hatte der 78-Jährige einem französischen Sportsender mit Blick auf die mitunter menschenunwürdigen Zustände auf den Baustellen gesagt. Das habe nichts mit dem Fussball zu tun. Die Verantwortung im Land des WM-Gastgebers 2022 würden die grossen europäischen Firmen tragen.

"Absoluter Quatsch! Die Masse der Stadionbauten hat noch gar nicht begonnen. Zurzeit finden lediglich Infrastruktur-Arbeiten statt, an denen gar keine deutschen Bauunternehmen beteiligt sind", sagte Schäfers und nahm die FIFA in die Pflicht: "Wenn Herr Blatter da weiter untätig bleibt, schadet er dem Fussball und somit dem Sport insgesamt. Dann hat er an der Spitze der FIFA nichts mehr zu suchen." (sda)