Psyche
Arbeitgeber soll Anzeichen von psychischer Erkrankung schneller erkennen

Wer genau hinschaut, erkennt die Anzeichen: Mit einer Kampagne will die Sozialversicherungsanstalt SVA des Kantons Zürich Arbeitgeber für psychische Probleme am Arbeitsplatz sensibilisieren.

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Vorgesetzte sollen Anzeichen einer psychischen Erkrankung schneller erkennen.

Vorgesetzte sollen Anzeichen einer psychischen Erkrankung schneller erkennen.

Wer krank ist, informiert seinen Chef. Wenn nötig, geht man zum Arzt.

Nicht so bei psychischen Krankheiten, wie es im neuen Leitfaden zu psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz heisst. Die SVA setzt damit auf Prävention und will Arbeitgeber stärker in die Pflicht nehmen will. Sie sollen Anzeichen einer psychischen Erkrankung schneller erkennen.

Die SVA beschäftigt 15 Job-Coaches, die Versicherte mit psychischen Problemen begleiten. Diese machten die Erfahrung, dass betroffene Arbeitnehmende ihr psychisches Leiden zu oft verschwiegen, schreibt die SVA in einer Mitteilung vom Donnerstag. Sie befürchteten negative Konsequenzen.

Laut SVA sind psychische Probleme die Ursache von fast der Hälfte der IV-Neurenten. Es sei entscheidend, dass Vorgesetzte die Früherkennung von psychischen Erkrankungen als Führungsaufgabe wahrnehmen.

Zu oft hofften Vorgesetzte auf Besserung und warteten zu lange. Dies sei zwar gut gemeint, ende aber oft mit der Kündigung. Mancher Arbeitnehmer könnte nach Ansicht der SVA am Arbeitsplatz bleiben, wenn die IV-Spezialisten früher beigezogen würden.

Psychische Probleme seien erkennbar und könnten im Unternehmen thematisiert werden, heisst es in der Mitteilung. Wie dies gelingt, zeigt der neue Leitfaden in fünf Schritten.