Während im Kanton Zürich die Gewaltdelikte auf tiefem Niveau blieben, nahmen Vergehen gegen das Personenbeförderungsgesetz zu, berichtet "20min".

Wird man nämlich dreimal innerhalb zwei Jahren ohne gültiges Fahrbillet kontrolliert, muss mit einer Strafanzeige gerechnet werden. Wie "20min" schreibt war das letztes Jahr bei 944 Fällen der Fall. Dies ist eine Zunahme von 18 Prozent im Vergleich zu den angezeigten Fällen im 2015. Die Gesamtkosten bei einer Anzeige belaufen sich dabei auf über 500 Franken.

Mögliche Gründe für den Anstieg

Die Leitende Jugendanwältin Alexandra Ott Müller von der Jugendanwaltschaft Winterthur sieht mögliche Gründe für diese Zunahme im veränderten Mobilitäts- und Ausgehverhalten. Sie sagt gegenüber "20min": "Heute gehen schon 15-Jährige am Wochenende in den Ausgang." Auch das Ausloten von Grenzen sei in diesem Alter nicht ungewöhnlich, doch seien die Eltern nicht immer informiert über die Aktivitäten ihrer Kinder. 

Der Gang zur Polizei oder Jugendanwaltschaft sei deshalb ein einschneidendes Erlebnis für die aufgedeckten Schwarzfahrer, ist Ott überzeugt. Im Gespräch schildert sie: "Die Intervention ist sehr nachhaltig, den meisten passiert so etwas nie mehr." (lgi)