Wo heute Schrebergärten sind, sollen bald fünf Hochhäuser von bis zu 70 Metern Höhe stehen. Die 700 gemeinnützigen Wohnungen an der Thurgauerstrasse werden 1800 Menschen Platz bieten. Auf dem insgesamt 65'000 Quadratmeter grossen Gelände plant die Stadt zudem Gewerbenutzungen, einen Park und ein Schulhaus.

Doch es erhebt sich Widerstand gegen das Bauvorhaben, wie die "NZZ" berichtet. Die 500 Anwohner fühlen sich von der Stadt zu wenig in die Planung miteinbezogen, da sich diese nur an die gesetzlichen Mindestvorgaben zur Mitwirkung gehalten habe.

Zwei Gestaltungspläne wurden öffentlich aufgelegt, einer für den Wohnbereich und einer für die Parkanlage und das Schulhaus. Die Anwohner formierten sich zur IG Grubenacker, 70 Personen reichten Einwendungen gegen die Pläne ein und forderten vom Stadtrat ein Time-out bei der Planung.

Einwendungen nicht beantwortet

Dieses wurde nicht gewährt, wie die "NZZ" weiter schreibt. Zum völligen Unverständnis der Interessensgemeinschaft präsentieren die Projektverantwortlichen bereits diesen Freitag den Sieger des Architekturwettbewerbs für den Schulhaus-Neubau. Einwendungen der Anwohner seien jedoch nicht beantwortet und die Gestaltungspläne nicht überarbeitet worden. Stattdessen wird nun ein fertiges Bauprojekt vorgelegt.

Das städtische Hochbaudepartement begründet sein Vorgehen. So soll das Schulhaus möglichst verzögerungsfrei gebaut werden. Da zudem auch Kinder der angrenzenden, zurzeit entstehenden Quartiere Leutschenbach-Mitte und -Kopf diese Bildungseinrichtung besuchen sollen, will man Aufschübe unbedingt verhindern. Das letzte Wort dürfte in dieser Angelegenheit jedoch noch nicht gesprochen worden sein.