Bis jetzt ging bei der Stadtverwaltung noch kein einziger Rekurs gegen die geplante Aufstockung des Getreidesilos ein. Das dürfte sich jetzt aber ändern: Am Mittwoch wurde das Baugesuch der Swissmill im «Tagblatt der Stadt Zürich» publiziert.

Beni Weder, Präsident des Quartiervereins Wipkingen, zeigte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA überzeugt, dass betroffene Grundeigentümer nun Einspruch erheben werden. An der Höhe von 118 Metern und dem daraus entstehenden Schattenwurf auf die Badeanstalt «Unterer Letten» lasse sich zwar nichts mehr ändern. Diese sei im Gestaltungsplan verkankert.

Nicht «sang- und klanglos über die Bühne»

Chancen hätten aber Rekurse wegen des Produktionslärms, der Erschliessung durch Güterzüge und Lastwagen oder Einsprachen, welche den geringen Abstand des Silos zum Wasser kritisieren. «Die Sache wird nicht sang- und klanglos über die Bühne gehen.»

Am 13. Februar dieses Jahres gaben die Zürcher Stimmberechtigten grünes Licht für den Bau des umstrittenen Getreidesilos beim Escher-Wyss-Platz. Der Ja-Stimmenanteil betrug 58 Prozent. Der Quartierverein Wipkingen und seine Mitglieder kämpften von Anfang an gegen das Projekt.