Neonazi-Schütze
Anklageschrift gegen Neonazi-Schütze vom Zürcher Niederdorf

Im kommenden März wird am Bezirksgericht Zürich dem 26-jährigen Neonazi Sebastian N., der im Niederdorf seinem Opfer aus nächster Nähe in die Brust schoss, den Prozess gemacht. Ihm drohen gemäss Anklageschrift bis zu 20 Jahren Haft.

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Im Mai 2012 dann die nächste Tat. In der Double-U-Bar im Zürcher Niederdorf streitet sich Sebastian N. mit seinem späteren Opfer. Die Streitereien verschieben sich aus der Bar bis hin zur McDonald's-Filiale. Sebastian N. zückt seine Waffe, welche er mit in den Ausgang nahm, zielt und drückt ab. Aus «einer Distanz von maximal 60 bis 80 cm», wie in der Anklageschrift, welche dem «Blick» vorliegt, vermerkt ist.

Nach dem ersten Schuss rennt Sebastian N. davon und schiesst aus einer grösseren Entfernung noch einmal auf sein Opfer, trifft aber nicht.

Der erste Schuss bleibt unter dem Schulterblatt des Opfers stecken und durchbohrte zuvor den Brustkorb und geht durch die Lunge. Die Staatsanwaltschaft wirft dem jungen Neonazi vor, dass er sein Opfer habe töten wollen oder dessen Tod in Kauf nahm, schreibt der «Blick» weiter.

Einen Tag später flüchtet N. nach Hamburg. Dort soll er Kontakte zur Neonazi-Szene haben. Soweit kommt er jedoch gar nicht. Die Polizei empfängt ihn bereits am Bahnhof und führt ihn ab.

Dem 26-Jährigen drohen nun bis zu 20 Jahren Haft. Damit nicht genug. Die Bundesanwaltschaft aus Deutschland vermutet, dass N. der Anführer einer Neonazi-Terrorzelle sei. Er habe mit Kameraden das politische System Deutschlands beseitigen wollen, so der Vorwurf.

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