Zürich
Anklage gegen städtischen Angestellten wegen Bestechung

Ein ehemaliger Angestellter der Stadt Zürich ist wegen Bestechung angeklagt worden. Der Mitarbeiter der Immobilienbewirtschaftung soll von zwei Privatfirmen rund 400'000 Franken eingesteckt haben. Sie erhielten dafür Aufträge bekommen haben.

Merken
Drucken
Teilen
Spielplatz (Symbolbild)

Spielplatz (Symbolbild)

Die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich hat Anklage wegen aktiver sowie passiver Bestechung erhoben, wie sie in einer Mitteilung vom Montag schreibt. Gegen den ehemaligen Objektmanager eines Schulkreises und die beiden privaten Unternehmer wurde seit Januar 2011 aufgrund einer Anzeige der städtischen Immobilienbewirtschaftung (IMMO) ermittelt.

Der ehemalige städtische Angestellte soll zwischen Ende 2007 und Anfang 2011 für sich privat mehrfach Bargeldbeträge entgegen genommen haben. Während dieser Zeit erhielten die beiden anderen Angeklagten dafür von ihm namens der IMMO zahlreiche Aufträge im Bereich von Schulhaus- und Spielplatzgestaltung.

Teilweise geständig

Dem Hauptangeklagten wird ausserdem versuchte ungetreue Geschäftsführung vorgeworfen, wie es weiter heisst. Er soll für vier nicht in seiner Finanzkompetenz liegende Grossrechnungen die nachträgliche Ausstellung von mehreren kleineren Rechnungen veranlasst haben, die dann innerhalb seiner Kompetenz lagen.

Der ehemalige Objektmanager ist teilweise geständig. Gegen ihn und einen der Unternehmer werden bedingte Freiheitsstrafen beantragt, dem anderen Beteiligten droht eine bedingte Geldstrafe.