Binz-Areal
Angreifer von Filippo Leutenegger soll ins Gefängnis

Ein Besetzer des Zürcher Binz-Areals, der im Juli 2015 FDP-Stadtrat Filippo Leutenegger attackiert hat, soll eine unbedingte Freiheitsstrafe erhalten.

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Filippo Leutenegger. (Archiv)

Filippo Leutenegger. (Archiv)

Keystone

Dem Schweizer werden Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, mehrfacher Hausfriedensbruch sowie Sachbeschädigung zur Last gelegt, wie Corinne Bouvard, die Sprecherin der Zürcher Oberstaatsanwaltschaft, der "NZZ am Sonntag" sagte.

Die Anklageschrift sei Ende Mai fertiggestellt und anschliessend ans Gericht überwiesen worden. "Der zuständige Staatsanwalt beantragt eine unbedingte Freiheitsstrafe von acht Monaten", sagt Bouvard. Der Prozesstermin sei noch nicht angesetzt worden.

Die Forderung des Staatsanwalts nach einer unbedingten Freiheitsstrafe lässt darauf schliessen, dass der Täter kein unbeschriebenes Blatt ist. Leutenegger wurde bei einem Augenschein auf dem Binz-Areal angepöbelt und beschimpft.

Er wollte sich in Ferienabwesenheit von Sicherheitsvorsteher Richard Wolff (al.) ein Bild von der Lage auf dem Gelände verschaffen, auf dem eine dreitägige Party in Gang war. Obwohl Leutenegger bei der Attacke unverletzt blieb, leitete die Polizei Ermittlungen ein.

Einer der Angreifer wurde mit Filmmaterial, das den Vorfall dokumentiert, ausfindig gemacht.