Nötigung
Angeschuldigter Zürcher Kirchgemeindepräsident aus U-Haft entlassen

Nach zweiwöchiger Untersuchungshaft ist der Präsident der Kirchgemeinde Zürich Industrie, Helmuth Werner, wieder auf freiem Fuss. Der 67-Jährige war wegen Nötigung angezeigt worden.

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Freigestellt: Helmuth Werner. mvo

Freigestellt: Helmuth Werner. mvo

Der Zürcher Oberstaatsanwalt Andreas Eckert bestätigte am Montag eine entsprechende Meldung von tagesanzeiger.ch/newsnet.

Der Kirchenrat hatte am 11. Juli mitgeteilt, er habe Werner wegen Nötigung und ungetreue Geschäftsführung angezeigt und per sofort im Amt eingestellt. Er wirft dem 67-Jährigen eine "unhaltbare Personalführung" und "deutliche Kompetenzüberschreitungen" vor.

Wenige Tage später wurde der Kirchenpräsident in Untersuchungshaft genommen. Nun bestehen laut der Staatsanwaltschaft bestehen nach keine Gründe mehr, Werner noch länger festzuhalten: Es gebe weder Wiederholungs- noch Flucht- oder Kollusionsgefahr.

Werner ist Mitglied des kantonalen Kirchenparlaments. Bekanntheit über seinen Wohnkreis Zürich 5/Industrie hinaus erlangte er vor allem als Quartierpräsident: Seit mehr als 20 Jahren steht er dem Quartierverein und hat als solcher immer wieder von sich reden gemacht.