Zürich

Amtschef kritisiert US-Präsident und wird ermahnt

Foto: Susi Bodmer

Thomas Manhart

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Weil der Chef des Zürcher Amtes für Justizvollzug die Anfänge Donald Trumps Präsidentschaft mit der Machtergreifung Adolf Hitlers vergleicht, steht er nun in der Kritik.

Ungemach für den Chef des Zürcher Amtes für Justizvollzug. Weil Thomas Manhart in einem rund zweiseitigen Schreiben an seine rund 950 Mitarbeiter Donald Trump kritisierte, steht er nun in der Kritik. In der E-Mail unter dem Titel «Gedanken zum 30. Januar» verglich er die Machtergreifung Adolf Hitlers im Jahr 1933 zur Wahl des US-Präsidenten Trump. Dies berichtet der «Tages-Anzeiger». Zwar wolle er Trump und Hitler nicht gleichsetzen, doch gebe es offensichtliche Parallelen zwischen den Umständen und dem Beginn der Regierungszeit der beiden Männer. Er folge mit dem Brief seinem Gewissen und trage die alleinige Verantwortung, heisst es darin weiter. Die Justizdirektion ist darüber nicht erfreut. Auf Anfrage des «Tages-Anzeigers» lässt Regierungsrätin Jacqueline Fehr (SP) ausrichten, dass sie zwar Verständnis für die staatsbürgerliche Besorgnis und den Inhalt des Schreibens habe. Es sei jedoch nicht erlaubt, politische Positionen auf dem Dienstweg zu verbreiten. Manhart sei personalrechtlich ermahnt worden. Damit sei die Sache für sie erledigt. (az)

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