Sicherheit
Amokfahrt in Nizza hat auch Auswirkungen auf die Street Parade

Die Amokfahrt in Nizza hat auch Folgen für die Sicherheitsvorkehrungen in Zürich: Die Stadtpolizei will das Aufgebot von Sicherheitskräften für die Street Parade anpassen.

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Street Parade 2010
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Bei sonnigem Wetter werden jährlich rund 1 Million Besucher erwartet.

Street Parade 2010

Limmattaler Zeitung

Nach dem Züri-Fäscht rangiert die Street Parade mit rund einer Million Besucher auf dem zweiten Platz der grössten Veranstaltungen in der Limmatstadt. Am 13. August feiert die Parade Geburtstag, bereits zum 25. Mal fahren die Love Mobiles durch Zürich; wird das Wetter sonnig, sind hohe Besucherzahlen im sechsstelligen Bereich gewiss.

Grosse Menschenansammlungen stehen nach der Amokfahrt in Nizza, als ein radikalisierter Mann am französischen Nationalfeiertag einen Lastwagen in die Menge lenkte, noch mehr im Fokus als sonst. "Die Vorkommnisse in Nizza werden bei der Einsatzplanung berücksichtigt und das Aufgebot entsprechend angespasst", sagt Michael Walker, Mediensprecher der Zürcher Stadtpolizei, gegenüber dem "Tagesanzeiger". Das schliesse sowohl uniformierte wie auch zivile Polizisten mit ein. Desweiteren bestehe ein laufender Kontakt mit anderen Polizeikorps und den Bundesbehörden.

260'000 Franken für Sicherheit

Die Route der 30 Love Mobiles wird dieselbe sein wie in den Vorjahren. Das Sicherheitskonzept, welches der Verein Street Parade seit 24 Jahren mit der Stadtpolizei Zürich jährlich verfeinert, wird gemäss Stefan Epli, Mediensprecher der Street Parade, jedoch nicht speziell angepasst. Man sei sich der Gefahren der Lastwagen aber bewusst.

Rund 260'000 Franken investiert der Verein Street Parade in die Sicherheitsvorkehrungen. Mehr dazu wollen wollen weder Verein noch Polizei aus sicherheitstaktischen Gründen jedoch nicht sagen.