Sascha C. soll vor seiner Amokfahrt im Februar 2012 eine Bardame auf ihrem Heimwag abgefangen und mit einer Stahlrute niedergeschlagen haben. Danach soll er sie in der Wohnung eines Bekannten zum Sex gezwungen und bedroht haben.

Vor Gericht bestreitet der Solothurner die Vergewaltigungsvorwürfe. Der Sex sei im gegenseitigen Einverständnis gewesen. Erst als es um die Bezahlung ging, soll es zum Streit gekommen sein. Die Brasilianerin sei auf ihn losgegangen und er habe sich gewehrt.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich C. vor Gericht wegen Vergewaltigung rechtfertigen muss. Vor anderthalb Jahren wurde er bereits im Kanton Solothurn wegen eines ähnlichen Falles verurteilt.

Opfer des Amokfahrers leidet bis heute

Opfer des Amokfahrers leidet bis heute

Opfer stark eingeschränkt

Nach dieser Szene raste C. an der Zürcher Langstrasse vor einer Bar in eine Menschengruppe. Er hatte zwischen 0,7 und 1,7 Promille Alkohol im Blut. Ein Mann verstarb noch auf der Stelle, vier weitere Personen wurden verletzt.

Eines der Opfer ist Pascal Lafranchi. Er verbrachte über einen Monat auf der Intensivstation und leidet noch heute an den Folgen des Unfalls. «Fussball spielen geht nicht mehr, weil ich nicht mehr rennen kann», sagt er gegenüber Tele M1. Auch Snowboarden könne er nicht mehr so wie früher. Ausserdem ist seither seine Sehfähigkeit stark beeinträchtigt.

Fahrer bereut Unfall

Die Staatsanwaltschaft fordert für Sascha C. 15 Jahre Gefängnis. Die Verteidigung plädiert im Vergewaltigungsfall auf Freispruch und erhofft sich eine tiefes Strafmass für den Unfall.

Vor Gericht beteuerte C. seine Bedauern. Es vergehe kein Tag, an den er nicht an den Unfall denke. Er sei sehr betrunken gewesen und vom Telefon abgelenkt gewesen.

Vor dem Bezirksgericht geht es nun hauptsächlich um die Vergewaltigung. Das Urteil wird am 2. April erwartet.