Die private Kader- und Handelsschule HSO an der Andreasstrasse in Zürich-Oerlikon musste am Mittwochmorgen kurz vor 10 Uhr evakuiert werden, wie die Zürcher Stadtpolizei in mitteilte. Die Schüler wurden während des Unterrichts über Lautsprecher aufgefordert, aufgrund eines Notfalls das Gebäude umgehend zu verlassen. Kurz später fuhr die Polizei vor und sicherte das Gebiet. In einer Mitteilung lobt die Stadtpolizei die rasche und souveräne Reaktion der Schulleitung, die für eine ruhige Evakuation gesorgt habe.

Andere Firmen und die Institute der Universität Zürich, die im gleichen Gebäudekomplex eingemietet sind, waren von der Drohung eindeutig nicht betroffen und wurden nicht evakuiert, bestätigte ein Sprecher der Stadtpolizei auf Nachfrage mitteilte. Die anonyme telefonische Drohung, die bei der Schule eingegangen war, habe sich eindeutig nur auf die HSO bezogen, deshalb sei nur eine Teilevakuation mit anschliessender Sicherung des entsprechenden Gebäudeabschnitts durchgeführt worden.

Nach diversen Abklärungen durch Detektive der Stadtpolizei und Gesprächen mit der Schulleitung wurde entschieden, dass der Schulbetrieb für den Rest des Tages eingestellt wird. Alle Schüler wurden nach Hause geschickt. Nach der polizeilichen Schliessung des Schulhauses durchsuchten Spezialisten der Stadtpolizei und Grenadiere der Interventionseinheit Skorpion die Räumlichkeiten der mehrstöckigen Liegenschaft. Kurz vor Mittag wurde das Gebäude wieder freigegeben. Der Schulbetrieb soll am Donnerstagmorgen wieder aufgenommen werden.

Wer hinter der Drohung steht, ist noch unklar. Bereits vor einer Woche musste die Allgemeinde Berufsschule im Kreis 5 nach einer schriftlichen Drohung evakuiert werden. Auf Anfrage bestätigte die Polizei, dass eventuelle Zusammenhänge besonders im Bezug auf mögliche Nachahmer geprüft werden. Wenn die anonymen Urheber eruiert werden, dürften ihnen die Kosten auferlegt werden, wie die Polizei schreibt.