Schutzverordnung

Am Üetliberg darf man auch in Zukunft Pilze sammeln

Die Üetliberg-Landschaft soll weiterhin Raum für Erholungsaktivitäten bieten.

Die Üetliberg-Landschaft soll weiterhin Raum für Erholungsaktivitäten bieten.

Das vielfältig genutzte Üetliberggebiet soll für kommende Generationen erhalten bleiben und auch in Zukunft für Freizeit- und Erholung genutzt werden können. In der neuen Schutzverordnung sind die unterschiedlichen Interessen aufeinander abgestimmt.

Die Baudirektion habe die erste Etappe der Schutzverordnung Üetliberg-Albis festgesetzt, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Sie habe zum Ziel, die landschaftliche Eigenart des Gebietes zu bewahren.

Die Landschaft soll weiterhin Raum für abwechslungsreiche Landschaftserlebnisse und Erholungsaktivitäten bieten. Gleichzeitig soll die Kulturlandschaft erhalten bleiben, und die Land- und Forstwirtschaft soll zeitgemäss und nachhaltig wirtschaften können.

Beerenpflücken in Schutzzone erlaubt

Nach der öffentlichen Auflage Ende 2015 ist die Schutzverordnung überarbeitet worden. Laut Baudirektion wurden neben kleineren Korrekturen und Anpassungen am Text die Abgrenzung der Schutzverordnung in der Allmend Brunau und im Albisgüetli reduziert.

Zudem lässt die überarbeitete Verordnung das nicht gewerbliche Pflücken von Bärlauch, Beeren und häufigen Pilzarten in der Waldschutzzone zu.

Das weitgehend bewaldete Gebiet Uetliberg bildet den nördlichen Abschluss der Albis-Bergkette. Es schliesst den Landschaftsteil mit ein, der vom Uetliberg über das Albisgüetli und den Höckler bis in die Allmend Brunau vorstösst.

Das Gebiet zeichnet sich durch eine grosse Vielfalt an Lebensräumen für eine reichhaltige, zum Teil stark gefährdete Tier- und Pflanzenwelt aus. Da dieser Landschaftsraum kaum durch Strassen und Infrastrukturanlagen zerschnitten sei, sei die biologische Durchlässigkeit und Vernetzung gut gewährleistet.

Am Üetliberg und am Albis gibt es zudem eines der grössten Eibenvorkommen Europas. Seit 1983 ist das Gebiet Uetliberg als Landschaft und Naturdenkmal von nationaler Bedeutung aufgeführt.

Der Kanton Zürich ist aufgrund des kantonalen Richtplans und des Planungs- und Baugesetzes dazu verpflichtet, Schutzmassnahmen für dieses Gebiet zu treffen.

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