Das fünfgeschossige Gebäude wurde 1357 erstmals erwähnt und ist im Inventar der Schutzobjekte von kommunaler Bedeutung aufgeführt, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte. Durch eindringendes Wasser sind wesentliche Balken nicht mehr tragfähig. Im zweiten und dritten Obergeschoss haben sich die Böden gesenkt und verformt.

Ausserdem müssen sanitäre Leitungen, elektrische Installationen, Küchen, WC-Anlagen und Bäder erneuert werden, eine zentrale Heizanlage existiert bislang nicht.

Mit der Sanierung werden auch die Grundrisse der Wohnungen angepasst. Künftig wird es auf jedem der fünf Obergeschosse eine 2,5-Zimmer-Wohnung geben. Im Hofgebäude wird das bisher als Lager genutzte Erdgeschoss zu einem Atelier-Raum umgebaut.

Der Mietzins pro Quadratmeter und Jahr verdoppelt sich, so dass die Nettomiete für die neuen 2,5-Zimmer-Wohnungen bei 2130 Franken pro Monat liegt. Die Erhöhung begründet sich laut Mitteilung nur zu einem Drittel durch die geplante Renovation, hauptsächlich kommt sie zustande, weil nach der Sanierung die Kostenmiete angewendet wird.

Die Liegenschaftenverwaltung bietet den bisherigen Mietern Ersatzwohnungen an, mit den meisten wurden bereits Mietverträge abgeschlossen, wie es in der Mitteilung heisst. Der Gewerbemieter zieht für die Dauer der Sanierung in ein Ersatzobjekt und kehrt danach an den Rindermarkt 11 zurück.